Stricksüchtig…was nun?

 

 

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Hallo, Ihr Lieben!

Jetzt habe ich schon einige Tage nichts von mir lesen lassen, obwohl wir uns doch schon gegenseitig eine gefühlte Ewigkeit  verfolgen. Nun ich denke es wird an der Zeit, mich zu outen. Hilfe, ich bin süchtig! Seit nunmehr fast 50 Jahren hänge ich schon an der Nadel. An der Stricknadel, Häkelnadel, Sticknadel, Nähnadel, Filznadel und Wasweißichfür-Nadel. Der Arzt meinte zwar es wäre halb so schlimm, ich hätte doch ein schönes Hobby und sooo entspannend. Löblich, löblich, aber was weiß der denn schon? An allen möglichen und unmöglichen Orten habe ich gestrickt: im Zug, im Bus, im Auto (ich war nicht der Beifahrer!), auf Mallorca bei 30° im Schatten. Die Nadeln in meiner Hand waren genauso heiß, wie der Sand unter meinen Füssen. Selbst auf dem stillen Örtchen habe ich stets einen Wollknäuel dabei, und so ist dann auch die Idee fürs gestrickte Toilettenpapier entstanden. Ja, und natürlich stricke ich auch in der Badewanne. Der Vorteil ist: ich kann mein fertiges Werkstück sofort einmal durchwaschen und die gestrickte Quietscheente auf ihre Schwimmtauglichkeit prüfen.

Irgendwann habe ich dann zur Selbsttherapie gegriffen.

In den 80er Jahren habe ich es mit Aerobic versucht, doch während der Entspannungsphasen habe ich so nebenbei noch einen Schal für Tante Ellis Geburtstag gestrickt. In den 90ern, beim Inline-Skating war die Häkelnadel und ein Knäuel Wolle mein ständiger Begleiter in der Gürteltasche und Anfang 2000, das war der Gipfel meiner Therapie,  habe ich es mit einem Bratwurst-Seminar in Nürnberg versucht. Der Seminarleiter war so charmant, dass ich ihn gleich von oben bis unten bestrickt habe, einschließlich der Bratwürste.

Also, Fazit – nichts hat geholfen. Mittlerweile weiß ich schon gar nicht mehr, was ich so wolltechnisch gesehen überhaupt noch produzieren soll. Deswegen kommen auch die unmöglichsten Dinge dabei heraus.   

Hier ein Beispiel für die Sucht, der ich anheim fiel:

Ehemann kommt spät nach Hause, Ehefrau von der Bibliothek auch.

Ehemann ruft: „Schatz (hätte ich gern mit 3 a geschrieben, habe aber nur eins auf der Tastatur – also Schatz  gedehnt sprechen) wo steht denn das Abendessen?“

Ehefrau (ich), mit den Stricknadeln bereits in der Hand: “ Im Kochbuch auf Seite 8.“

Die nachfolgende Debatte darüber, wer von uns beiden denn nun für die Zubereitung der Mahlzeiten zuständig wäre, zog sich über mehrere Tage, und der Ton war dabei nicht immer freundlich! ♥♥♥

Dann hatte ich die Idee. Aber seht selbst!

Seitdem läuft bei uns wieder alles rund!!!

Tschüss, bis dann. Ich bekomme nämlich Hunger. ☺☺☺

Eure

Strickliese

 

 

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