Archiv | März 2016

Frohe Ostern!

Wollt ihr wissen, wie bei uns der Hase läuft?

 

So sollte er eigentlich laufen, schließlich ist Ostern der höchste Feiertag des Christentums. Doch bei uns läuft der Hase zur Zeit etwas anders. Eigentlich wollte ich es mir an den Feiertagen so richtig gemütlich machen. Stricken, häkeln, chillen und so weiter. Aber das fällt alles aus wegen „ist nicht“.

   saugen  Der Grund:  Renovierungswahn! Sehr zum Leidwesen des „besten Ehemannes der Welt“ werde ich einmal im Jahr von einem – leider ihn nicht ansteckenden – Virus befallen, dem Renovierungs-, Aufräum – und Entrümpelungsvirus. Und ausgerechnet jetzt, so kurz vor Ostern, hat es mich ganz, ganz fürchterlich erwischt. Nachts habe ich Schlafstörungen, weil ich vom Deckenstreichen träume. Tagsüber werden alle Schränke ausgeräumt und „Überflüssiges“ in blaue Müllsäcke befördert, obwohl ich tief in meinem Innern weiss, dass ich einige der entsorgten Dinge spätestens in 2 – 3 Monaten wie verrückt suchen werde. Dennoch kann ich mich diesem Wegwerf-Zwang einfach nicht entziehen. „Schatz, wo ist eigentlich mein neuer Trainingsanzug, den habe ich noch gar nicht ausgepackt?“ Der „beste Ehemann der Welt“ wühlt hektisch in seinem Kleiderschrank und reißt ein Teil nach dem anderen heraus. Oh je! Nur gut, dass sich die Müllsäcke noch in Reichweite (sprich: Keller) befinden. Klammheimlich fische ich den Anzug aus einem der Säcke und überreiche ihn meinem Mann. Dabei pfeife ich vor mich hin, so als wäre nichts passiert. „Habe ich von der Wäscheleine geholt! Neue Sachen soll man erst einmal durchwaschen, oder?“

Und was das Renovieren angeht!!! Die Bodenbeläge für sämtliche Räume, die nicht mit Fliesen ausgestattet sind, sind bereits geordert. Werden in 1-2 Tagen geliefert. Tapeten, Farben, Kleister, mehre Sorten Pinsel, Quasten  und alle sonst noch notwendigen Werkzeuge haben wir bereits gekauft. Sogar für neue Perlatoren für die Wasserhähne habe ich gesorgt. 50 Stück! Sie waren im Angebot! So viele Wasserhähne haben wir zwar nicht, aber der Preis war bei der Menge ein Schnäppchen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer im Baumarkt verschwinden jedes mal in irgendwelche Katakomben, wenn ich dort – täglich – aufschlage und mich fachmännisch beraten lasse. Ich höre sie innerlich aufstöhnen: „Nicht DIE schon wieder!!!“ Und jetzt hat es sich der gesamte eingekaufte Klimbim in meinem Wohnzimmer erst einmal so richtig gemütlich gemacht und wartet auf seinen Einsatz.

 kraaaank    Aber, aber, aber! Ausgerechnet jetzt ist der „beste Ehemann der Welt“, mein Handwerker vom Dienst,  einer echten Krankheit zum Opfer gefallen. Der Ärmste! Eine schwere Erkältung  hat ihn vorerst auf die Ersatzbank geschickt! Na ja, so ca. 3 Tapetenbahnen kriegt er – in seinen Fieber freien Minuten –  pro Tag noch an die Wand. Da läßt es sich ja leicht ausrechnen, wann wir bei einer 90 m² großen Wohnung in etwa fertig sind. Pfingsten vielleicht? Ihr seht, das Chaos ist bei uns absolut perfekt! Zum Eiersuchen wie geschaffen. Doch ICH wäre nicht ICH, wenn ich untätig darauf warten würde, bis der „beste Ehemann der Welt“ wieder genesen ist. Darum habe ich mir im Baumarkt 3 Dosen Lackfarbe in verschiedenen Grautönen – da war ich ein wenig unsicher – besorgt. Die Türzargen sollten ja auch noch gestrichen werden und zwar grau. Beherzt habe ich die erste Farbe aufgetragen. Viel zu dunkel! Die nächste probiert. Aha! Noch dunkler! Und die dritte Farbe, na ja, die war eher blau als grau. Warum sehen eigentlich die Farben auf den Dosenetiketten immer anders aus, als sie in Wirklichkeit sind?  Das Ende vom Lied,  die Türrahmen sind jetzt wieder weiß gestrichen!

So ihr Lieben! Nun muss ich aber Schluss machen. „Der beste Ehemann der Welt“ steht neben mir und möchte ausnahmsweise mal eine Tapetenbahn an die Wand kleben und dazu braucht er meine Hilfe. Wegen erkältungsbedingter Gelenkschmerzen.

Schöne Feiertage wünscht Euch

stricken  Eure Anneliese

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Wenn Frau neuen Schmuck braucht…

 

 

 

 

 

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Ich weiß nicht, ob es Euch genauso ergeht wir mir. Immer, wenn ich zu einem besonderen Outfit einen schönen oder auffallenden Halsschmuck benötige, ist gerade das Passende nicht in meiner Schmuckschatulle zu finden. Na ja, eigentlich besitze ich ja nicht einmal eine Schatulle, sondern nur ein klitzekleines, schlichtes Kästchen von meinem Lieblingsschweden, das ich liebevoll mit Häkelblumen aufgemotzt habe. Darin lagern jetzt meine Kronjuwelen. Von Bijou Brigitte!  Und da das Kistchen wirklich sehr, sehr winzig ist finde ich auch nie etwas Adäquates zu meinen Klamotten. Seufz!!! Ich bin eben nicht der Typ, der sich von Kopf bis zu den Zehen mit Glitzerkram behängt. Der „beste Ehemann der Welt“ weiß das natürlich und ist überglücklich darüber. Und genau aus diesem Grund bekomme ich zu Weihnachten immer etwas Praktisches oder Nützliches geschenkt. Einen neuen Schnellkochtopf beispielsweise. Oder Bücher!!!  Vielversprechende Bücher – mit Titeln wie „Zwanzig Jahre vierzig bleiben“, die „Kneippschen Wasserkuren“ oder die „100 besten Anti-Aging-Tipps“. Alles schon vorgekommen.

Vor einigen Tagen bekamen wir mal wieder eine Einladung zu einem „runden“ Geburtstag. Anlass genug für mich, mir ein neues Kleid zu zulegen. Ein schwarzes Strickkleid, so ein Figur nahes, heißes Teil! Obwohl mein Ehemann permanent behauptet schwarz (und auch weiß) stünden mir absolut nicht! Nur weil ich blond bin und immer etwas blutarm wirke. Milde ausgedrückt. Aber ich stehe nun mal auf weiße Blusen und schwarze Pullis. Deswegen lasse ich mir in Kleiderfragen generell nicht reinreden. Punkt.

„Schatz! Du siehst aber heute äußerst käsig aus. Du weißt doch, dass du in „schwarz“ immer krank wirkst! Lege wenigstens etwas Make-up auf! Oder noch besser! Ziehe einfach was anderes an!“ Das war die erste Reaktion auf mein nagelneues Kleid. So ist er – der „beste Ehemann der Welt“ – immer ein Gentleman und Frauenversteher. Denn – ich war bereits geschminkt. Und äußerst sorgfältig obendrein!

 Stolz Aber mein prüfender Blick in den Spiegel verriet mir: Der Gute hatte ja vollkommen recht. Ich sah momentan eher nach trauriger Beerdigung als nach lustiger Feier aus. Aber den Dress ändern? Nee, nee, ging gar nicht. Schließlich hatte ich mir das Kleid extra für diesen Geburtstag gekauft. Also wickelte ich wild entschlossen sämtliche Tücher und Schals, die ich finden konnte um den Hals. Niete! Sah alles doof aus. Und der Blick in mein IKEA-Kästchen stürzte mich dann restlos in die Depression. Das Zeug, das darin lag, war entweder zu mickrig oder zu trutschig! Für meine Begriffe jedenfalls.

„Schaaatz! Ich brauche jetzt dringend irgend etwas für meinen Hals. Ansonsten ist der Geburtstag für mich gestorben. Mußt du halt allein hingehen!“ Antwort: „Da haste was für deinen Hals!“ Grinsend reichte mir der „beste Ehemann der Welt“ ein Stück Seife der Marke Bulgari. HERRENSEIFE!

 Hurra   Aber dann kam die Rettung! Und zwar in Form meiner alten Handarbeitstruhe, die mir beim Suchen nach Accessoires in die Hände gefallen war. Jetzt könnt Ihr mal raten, was diese enthielt! Halsketten!!! Die hatte ich bereits in der Steinzeit aus Langeweile und nur so just for fun mal gehäkelt oder genäht. Die sahen zwar auch ziemlich bieder aus, aber immerhin waren es meine eigenen Werke. Alles UNIKATE, jawoll! Und damit waren mein  Kleid und auch die Party gerettet. Und was soll ich Euch sagen! Meine Halskette war der Burner. Mittlerweile mußte ich für drei der Gäste so ein „Kettchen“ anfertigen. Ist das nicht irre? Ich habe mal eine Auswahl fotografiert. Aber bitte, tut mir den Gefallen und lacht Euch nicht halbtot!

 

 

hallo Tschüß!

Eure Anneliese

p.s. Solltet ihr den Schmuck nacharbeiten wollen, gebe ich Euch morgen auf der Anleitungsseite einige Tipps. Richtige Anleitungen gibt es ja nicht, weil ich die Ketten einfach aus dem Bauch heraus gehäkelt habe!!!