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Wahnsinn

 

Heute melde ich mich mal wieder und – wie immer – mit etlicher Verspätung. Sorry! 

Aber ich habe momentan das Gefühl, dass mein Leben gerade auf der Überholspur an mir vorbei läuft. Ein Geburtstag jagt den zweiten, den dritten, den vierten. Mein Terminkalender quillt seit Anfang des Jahres aus den Nähten. Kabarettveranstaltungen en masse (immer 3 Tage hintereinander), musikalische Events, Poetry-Slams, Seminare für diverse Veranstalter und, und, und….Das heißt im Klartext: die Besucher wollen gut, nein, bestens verköstigt werden. Und die Künstler? Ja, die sollen liebevoll umsorgt und gestreichelt werden. Na ja! So ganz stimmt das nicht, denn das Streicheln machen wir – der „beste Ehemann der Welt“ und ich – freiwillig.   Letztendlich wollen wir den Akteuren eine supertolle Wohlfühlatmosphäre schaffen.

 

Das hört sich an, wie Stöhnen auf höchstem Niveau und das ist es auch.

Denn verglichen mit diesen Terminen ist der „beste Ehemann der Welt“ immer noch die größte Herausforderung, der alte Sklaventreiber!

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich von meinen Kreuzstichbildern berichtet. Porträts von Popmusikern. Daran arbeite ich immer noch, wenn ich denn mal Zeit dafür finde. Und immer noch im Auftrag des „besten Ehemanns der Welt“ Die Wand, die aufgemotzt werden sollte, ist mittlerweile proppenvoll mit Bildern dekoriert. Neu streichen oder tapezieren brauchen wir diese schon nicht mehr. Ist sowieso kein Stückchen Wand mehr zu sehen. Aber mein lieber Ehemann läßt einfach nicht locker. Da hat er doch vor kurzem im Internet eine Uhr entdeckt. Ein tolles Stück, gefertigt aus einer Langspielplatte.  Die nächsten vier Tage habe ich dann damit zugebracht, eine alte „Hänsel und Gretel“ – Schallplatte mit Cuttermesser, Dremel und mit diversen anderen Werkzeugen zu bearbeiten und auch so eine Uhr herzustellen. Hat auch geklappt, jedoch mit mäßigem Erfolg wie ich finde. Nun hängt diese Beatles-Uhr an der anderen Wand und macht fleißig tick, tack, tick, tack.

 

Jetzt hatte ich eigentlich gedacht, ich könnte mal irgend etwas für mich arbeiten (eine Puppe stricken, ein Nähprojekt in Angriff nehmen oder einfach nur mal ein Buch lesen). Weit gefehlt. „Erare human est“ sagt der Lateiner (Irren ist menschlich). Denn der „beste Ehemann der Welt“ winkt schon wieder mit Computerausdrucken etlicher Popmusiker, die er gern als Stickbild hätte.  Neuerdings untermalt er seine Forderung noch mit Oldie-Musik vom CD-Player oder spielt Oldie-Videos auf dem Fernsehgerät ab. Diese musikalische Berieselung soll meine Kreativität födern. Ganz schön abgezockt, mein angeheiratetes Schlitzohr!

Hör mal, du „bester Ehemann der Welt“! Ich höre gern Oldie-Musik und ich sehe mir auch gern mal Oldie-Clips an. Aber ich mag auch „NEWIES“! Kannst Du nicht mal was Zeitgemäßes spielen? Sämtliche Musiker auf der CD, die da gerade dudelt, sind doch schon seit einer halben Ewigkeit tot?“

„Da geht mir doch ein Licht auf! Jetzt weiß ich auch, warum die CD „VERSCHIEDENE INTERPRETEN“ heißt“. Der“beste Ehemann der Welt“ grinst von einem Ohr zum anderen. Irgendwie schafft er es immer wieder, mich zum Schmunzeln zu bringen. Und auf diese Weise seine Wünsche durchzusetzen.

Darum habe ich für ihn Jim Morrison von den Doors gestickt.  „People are strange!“ Wie recht du doch hast, Jim!

Als Nachtrag zeige ich Euch noch ein paar Bilder. Und solltet Ihr Lust verspüren, auch mal zur Sticknadel zu greifen, dann findet Ihr im Anleitungsteil einige Computerausdrucke vom „besten Ehemann der Welt“. Von ganz easy bis kompliziert –  ist für jeden etwas dabei. Die Anleitungen sind nicht mit Zahlen oder Symbolen für die Farben versehen, wie es üblich ist, sondern man muss das Bild auszählen. Stich für Stich. Aber das schafft Ihr schon!

 

Bis demnächst!

Eure Anneliese

 

 

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Beatles und andere Popstars sticken

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Hallo meine Lieben!

Weihnachten ist seit einer Ewigkeit vorbei, der Januar auch und selbst der Februar nähert sich so langsam seinem Ende. Und ich hatte seitdem nicht den Hauch einer Chance, mich meinem Blog zu widmen. Heute gönne ich mir mal eine kleine Auszeit – ich muss Euch doch unbedingt meine letzten Erlebnisse und Erfahrungen schildern! Ich beschäftige mich nämlich momentan mit Handarbeiten, die sich irgendwie ständig wiederholen. Auftragsarbeiten! Das ist nicht nur extrem langweilig, sondern auch stressig. Und dadurch komme ich mir vor wie eine alte Schallplatte, die immer an der gleichen Stelle hängen bleibt. „Let it be, be, be, be,be….! (Für die jüngeren Leser dieses Blogs zum Verständnis: Eine Schallplatte ist eine runde, 12″ große Scheibe aus Vinyl, die man zwecks Musikhörens auf ein Abspielgerät – sprich: Plattenspieler – legt. Eine Erfindung aus dem vorigen Jahrtausend).

Und damit wäre ich auch schon beim Thema. Der Streßauslöser (Auftraggeber) ist in diesem Fall – wie kann es auch anders sein – der „beste Ehemann der Welt.“ Dieser benutzt ja – aus bekannten Gründen – immer noch ein Eckchen des Schlafzimmers als Büro und Hobbyraum. 14-tanz-2 Und dort bastelt er Tag und Nacht, Sommer, Winter, Weihnachten, Ostern und so weiter an seiner unermeßlich umfangreichen Musiksammlung. Zigtausend Musiktitel aus allen Jahrzehnten werden hier computertechnisch bearbeitet. Und das macht er schon, seitdem es die ersten Personalcomputer gibt. Was er allerdings da so im Einzelnen treibt, kann ich Euch nicht sagen. Will ich auch gar nicht wirklich wissen. So weit so gut. Der „beste Ehemann der Welt “ hockt also da auf seinem Fleckchen Heimaterde und versteht es wunderbar, sich vom Rest der Familie – also von mir – abzusondern. Doch jetzt hat er dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Um sich noch mehr vom Rest der Welt abzuschotten hat er sich einen RAUMTEILER gebaut. Damit teilt er jetzt das Schlafzimmer wie Moses das Rote Meer. Wahnsinn! Offensichtlich wohnen wir in einem Schloss!  Ich habe ihm sogar schon ein Schild für den Raumteiler gebastelt. „My home is my castle!“  baumelt jetzt  an der Stelle, an der ich immer anklopfen muss, damit der Gute nicht zu sehr erschrickt, wenn ich plötzlich mal neben ihm auftauche – wegen der Kopfhörer. Aber das Sahnehäubchen kommt noch.  Achtung! Damit dieses Paradies noch paradiesischer wird,  möchte der Gute tatsächlich Bilder haben – neue Bilder wohlgemerkt – und zwar für die 2,45 m hohe und knapp 1,40 m breite Wand auf die er schaut, wenn er am PC sitzt. Wenn er denn überhaupt mal hochschaut!

„Schatz, die Wand ist sooo kahl! Kannst Du mir nicht ein paar Bilder malen?“

(Leider weiß der „beste Ehemann der Welt“, daß ich zu so etwas fähig bin, hausen in unserem Keller doch hunderte von mir gemalter Bilder. Diese passen aber größenmäßig und stilmäßig nicht an die Wand seiner Popmusikecke).

„Du könntest aber auch, wenn Dir das Malen zu viel Aufwand ist, am Computer welche erstellen und ausdrucken. Vielleicht so etwas wie diese Wortwolken.“

(Damit meint er die Word Clouds, die am Anfang des Blogs zu sehen sind).

„Hauptsache: Bilder!“

Hätte ich mich nur nie auf diese Aufgabe eingelassen! Diese Bilder haben ab sofort oberste Priorität! Von jetzt auf gleich müssen sie fertig sein. Aber ich habe mich nun mal dazu überreden lassen. Vielleicht, weil ich mal etwas Anderes machen wollte oder – was wahrscheinlicher ist – einfach nur um meine Ruhe zu haben. (Diese ständige Quängelei ist ja nicht auszuhalten!)

Da ich jedoch meine Handarbeitsleidenschaft nicht einfach so – mir nichts, dir nichts – abstellen kann, beschloss ich, diese „Gemälde“ mit Kreuzstich zu sticken. Und zwar passend zu der Musiksammlung, an welcher der „beste Ehemann der Welt“ ja ständig herumschraubt. Diese Art Bilder ist jetzt nicht wirklich das, was mein Mann wollte. Aber da musste er durch!

Gesagt, getan! Das erste Werkstück war kaum fertig und11-jaa  der „beste Ehemann der Welt“ vor Freude komplett aus dem Häuschen, als ich bereits ahnte, daß diese Geschichte nicht gut ausgehen würde.

Frage: Wißt Ihr wie viele Popgruppen auf unserem Planeten seit  der „British Invasion der Popmusik“existieren? Wenn ich nur die Bands der 60er Jahre aufzähle, davon die weniger bekannten Gruppen abziehe, dann noch die für meinen Mann uninteressanten Musiker streiche, bleiben immer noch einige Hundert Bands übrig! Und genau diese hat der „beste Ehemann der Welt“ auf mehreren DIN A 4 Seiten akribisch notiert. Damit ich auch ja genau Bescheid weiß, was ich noch zu sticken habe. Ergo! Ab sofort muß ich mich sehr, sehr gesund ernähren, viel Sport treiben,  Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehmen und so weiter, damit ich mindestens 300 Jahre alt werde. Anders ist diese Aufgabe nämlich nicht zu stemmen!

  animiertes-musiker-bild-0037„Schatz, die Schallplattencover geben aber auch ein schönes Motiv ab!“ Ich mach Dir mal schnell einige Kopien davon!  Vielleicht kannst Du ja mal….?“

Kann ich, will ich aber nicht! Obwohl – wenn ich ehrlich bin – reizen würde es mich schon, so ein Titelbild zu sticken. Denn, Hand aufs Herz, irgendwie habe ich auch Spaß an der ganzen Geschichte. Sollte ich also das Projekt “ Plattencover“ auch noch in Angriff nehmen, werdet Ihr es an meiner Adressänderung merken. Wir wohnen dann nämlich in einer  28-Zimmer Villa mit wenig Möbeln, dafür aber mit vielen kahlen Wänden, die alle mit Stickbildern geschmückt werden wollen.

Und hier also eine kleine Auswahl der von mir gestickten Bilder.

Die Stickmuster habe ich am Computer erstellt.  Das klappt mit der kostenlosen Fotobearbeitungssoftware „gimp“ ganz gut. Das Program könnt Ihr downloaden und dann einfach mal ausprobieren!

Hier ist der Link dazu: http://www.gimp24.de/

Das Bild der Beatles und das von David Bowie habe ich vom Plattencover kopiert. Das von Jimi Hendrix stammt aus dem Internet.http://www.stars-portraits.com/en/portrait-10794.html  und den Schriftzug dazu gibt es hier:  http://logos-vector.com/logo/vector_Jimi+Hendrix_110116.htm

Also: Herr Google! Sollte es da Urheberrechte geben, hier zur Info: diese Bilder sind nur für unseren privaten Gebrauch bestimmt.

Und möchte einer von Euch etwas mehr über „besten Ehemann der Welt“ erfahren, der sollte mal die Gedichtseite besuchen. Da gibt es Gereimtes über diesen Mann. Und zwar ein Gedicht, das ich mal zu einem seiner runden Geburtstage für eine Bierzeitung „verbrochen“ habe.

Tschüss

Eure Anneliese 21-thank-you

 

Weihnachtswichtel stricken

 

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Weihnachtliche Stimmung? 29 2

Ja, eigentlich ist es ja das Fest der besinnlichen Stunden. Kerzenschein, eine Tasse Tee oder Kaffee, dazu selbstgebackene Plätzchen und dann… einfach mal abschalten und geniessen. Ich brauche dazu noch einen schönen Weihnachtsfilm oder – noch besser – eine rührselige Romanze, schluchz! Und natürlich meine Handarbeiten, ohne die geht ja bei mir bekanntlich gar nichts.

Wie gesagt! Weihnachten ist das Fest der Besinnung, des Innehaltens, des Friedens. Doch wer in diesen Tagen durch die Einkaufsstraßen der Stadt schlendert begegnet dort nur lauter gehetzten, stressgeplagten und mit schweren Taschen und Tüten beladenenen Mitmenschen. Der Countdown zum 24. Dezember läuft.

Und alle Jahre wieder heißt das im Klartext: Termine, Termine und noch einmal Termine! Dazu noch die leidige Geschenkesuche für die lieben Familienangehörigen. Also rase auch ich, „den besten Ehemann der Welt“ im Schlepptau, im Schweinsgalopp durch die Läden auf der Suche nach den ultimativen Geschenken. Die gesamte Familie hatte schon vor Jahren beschlossen – wir schenken uns zukünftig nur noch eine Kleinigkeit, nur damit wir was zum Auspacken haben. Wir haben ja schon alles und wir wollen auch NICHTS! Basta!

Etwas ist komisch an dieser Sache. Obwohl wir uns an diese Vorgabe halten – wir versuchen es zumindestens – verpacke ich Heiligabend immer noch die gleiche Menge an Paketen, liebevoll mit Schleifen und beschrifteten Anhängern versehen. Und im Portemonnaie ist tatsächlich genau so Ebbe wie alle die Jahre zuvor. Da hat sich nichts geändert. Finde den Fehler!

Und jetzt kommt auch noch der Stress der Festvorbereitung hinzu. Das heißt im Klartext..Was gibt es zu futtern? Wie sieht das Festtagsmenue aus? (Heiligabend gibt es bei uns sowieso traditionell nur Kartoffelsalat mit Würstchen, damit die Mama nicht auch noch den ganzen Tag in der Küche herumhantieren muss!) Und die Wohnung braucht auch noch ein tolles weihnachtliches Ambiente. Da wird jeder Winkel bis zum Abwinken dekoriert. Jetzt sagt mir mal, wozu das alles? Wir haben ja sowieso keine Zeit, diesen herrlichen Anblick zu geniessen. Eben weil wir, wie gesagt, ständig durch die Läden hetzen müssen.

Als ich vor einigen Tagen den „besten Ehemann der Welt“(der Ärmste)  wieder durch die Innenstadt zerrte, um gleich vier To-do-Listen gleichzeitig abzuhaken, gelobte ich mir selbst innerlich Besserung. Wenn man in der Lage ist, den Keller, die Schränke und sein ganzes Leben zu entrümpeln, sollte das mit dem Weihnachtsprogramm wohl auch klappen. Also habe ich mich gefragt, was denn vor Weihnachten „wirklich“ noch geschafft werden muss oder was bis nach den Feiertagen warten kann oder noch besser, was man – weil es einfach überhaupt nicht notwendig ist – nicht zu erledigen braucht. Ihr werdet Euch wundern, was da unterm Strich noch übrig blieb?

Die  so gewonnene Zeit nutzen der „beste Ehemann der Welt“ und ich nun für den gemütlichen Besuch eines Weihnachtsmarktes mit Glühwein und Bratwurst, selbst die Oma darf mit. Da haben wir gleich ein gutes Werk getan. Oder wir gehen mal wieder in unser Lieblingscafé zu Latte Macchiato mit Zimtwaffeln. Und dabei kann man sehr gut seine gestressten Mitmenschen beobachten! Und bedauern! Ich kann Euch sagen: Das ist wie Weihnachten!

Und da die Feiertage näher rücken habe ich Euch schnell noch ein kleines Geschenk mitgebracht. Die Strickanleitung für einen Weihnachtswichtel oder Weihnachtselfen. Wie auch immer Ihr das nennen wollt. Ich liebe diese kleinen Männchen. Sie sind ca. 16 cm hoch und eignen sich zur Dekoration und als zusätzliches Mitbringsel gleichermaßen.

Und für diejenigen unter Euch, die noch ein Weihnachtsgedicht benötigen, habe ich mal gereimt. Dafür gibt es eine extra Seite, die ich allerdings noch ausbauen muss. „Gedichte und Vorträge“ für jeden Anlass.

Tschüss und schöne Feiertage wünscht Euch W-Kranz

Eure Anneliese

Harry Potter

Harry Potter

Harry Potter

Hermine, Harry und Ron

Hermine, Harry und Ron

 

Hallo an diejenigen, die sich für mich und meinen Blog interessieren!

Heute möchte ich Euch auf eine Reise mitnehmen und zwar auf eine Reise in das Land der Fantasie. Den „besten Ehemann der Welt“ nehme ich aber ausnahmsweise mal nicht mit, da dieser mit Fantasy – sei es als Buch oder Film – nach seiner eigenen  Aussage überhaupt nichts am Hut hat. Auch Science Fiction Filme hält er für vollkommen daneben.  C3PO, der kleine Roboter aus Star Wars, erinnert ihn an eine wandelnde Mülltonne und all die anderen schrägen (oder faszinierenden) Figuren aus dem Film entlocken ihm nur ein müdes, überhebliches Lächeln. „Ich liebe eben realitätsbezogene Filme“, behauptet er.  „Mit Inhalten, die wirklich passieren können oder tatsächlich passiert sind. Alles andere ist doch nur Kinderkram!“  Dieses sagt der „beste Ehemann der Welt“- derselbe,  dessen Lieblingsfilme „Game Of Thrones“ und „Der Herr der Ringe“ sind. Wirklich, alles absolut reale Filme! Ich habe in meinem alten Diercke-Atlas nachgeschlagen, um Mittelerde zu finden. Nichts!  Aber auch gar nichts! Kein Bruchsal, kein Gondor, kein Mordor und auch kein Auenland! Mag ja sein, dass mein Atlas nicht ganz auf dem neuesten Stand ist!  Aber was ist denn dann mit den Orks, gibt es diese fürchterlich aussehenden Gestalten in echt? Sind die etwa Realität? Ja, könnte durchaus sein! Ich denke, ich habe einige von denen schon mal in unserer Innenstadt getroffen!  Grauenhafte Begegnungen sind das!

Doch zurück zu unserer Fantasie-Reise.

Da ich bekennender „Harry Potter“ – Fan bin möchte ich Euch nach Hogwarts  entführen. Wir treffen uns also in London am Bahnhof Kings Cross am Bahnsteig 9 ¾. Und ab geht die Fahrt mit dem Hogwarts Express, damit wir Harry Potter und Co. persönlich kennen lernen können. Und tada! Da sind sie auch schon, unsere Hauptdarsteller. Gerade frisch von der Nadel weg. Upps!!! Ich meine natürlich,  soeben erst fertig gestrickt worden.

 

Ron Weasley – Hagrid, der Hüter des Waldes – Harry Potter – Hermine Granger – Norbert, der Drache und Dobby, der Hauself. Alle fürs Fotoshooting versammelt!

Bis demnächst!

Eure Anneliese

 

Stricken für Rio 2016

 

 

 

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Usain Bolt

 

tanz    Samba de Janeiro

Das ist schlimm! Jetzt habe ich gerade erst das Fussballfieber nach der EM auskuriert, da packt mich der Olympia-Rausch. Das heißt mit anderen Worten: Bei mir ruht die Arbeit nicht nur sonntags, sondern ständig. Jedenfalls so lange wie die Olympiade in Rio andauert. Das wirklich Lebensnotwendige erledige ich halbherzig im Schweinsgalopp, alles andere gar nicht. Würde ich auch nicht schaffen, da ich die Live-Übertragungen von ARD und ZDF von Sendebeginn bis Sendeschluss gebannt verfolge, bis meine – mittlerweile – leicht aufgequollenen Augen von allein zuklappen. Mit euphorischen  Anfeuerungsrufen (unser Nachbar hat sich schon über die Lautstärkebelästigung beschwert) begleite ich jedes Rennen und jeden Kampf der deutschen Teilnehmer und hoffe auf eine Goldmedaille.   freu freu freu Und wenn es dann nichts wird – Enttäuschung pur. „Schluchz!“

Bei den Schwimmwettkämpfen hielten sich meine Temperamentsausbrüche allerdings  in Grenzen. Die Ergebnisse unserer DSV-Sportler waren auch gar nicht dazu angetan, Purzelbäume zu schlagen, waren sie doch eher sehr, sehr mau (ugs. für schlecht!).  Irgendwie hatte ich ständig das Gefühl, unsere Schwimmer auf halber Strecke vor dem Ertrinken retten zu müssen. Die Übertragungen der wirklich hochinteressanten Wettbewerbe  wie Dressurreiten oder Golf geben mir schon mal die Gelegenheit für ein klitzekleines Nickerchen. Oder ich stelle schnell mal die Waschmaschine an oder kurve  kurzentschlossen mit dem Wischmop durch die Küche. Das heißt jetzt aber nicht, dass ich diese Sportarten nicht mag. Nein, keineswegs, sie dauern nur so unendlich lang. In dieser Zeit kann ich mich sogar manchmal der Zubereitung unserer Nahrung widmen, begleitet von Visionen, wie ich das Kotelett selber mit Pfeil und Bogen oder dem Luftgewehr erlege.

Damit hat es sich aber auch schon mit der Erfüllung meiner hausfraulichen Pflichten. Die können warten bis nach der Olympiade. Schrubben kann ich täglich – Olympia gucken nur alle 4 Jahre.

Also wie gesagt – bei mir findet Sportübertragung rund um die Uhr statt. Morgens um 9.oo Uhr fange ich mit der Wiederholung der Übertragungen vom Vortag an. Könnte ja sein, dass ich doch etwas Wichtiges verpasst habe.   grkaffee  Dazu mache ich es mir aber so was von gemütlich. Als Erstes: TV-Gerät anschalten, wichtig! Sich bequem aufs Sofa hiefen, ganz wichtig!  Dann frühstücken mit den Athleten, allen voran „Usain Bolt“, ganz besonders wichtig!  Der „beste Ehemann der Welt“ muss den Vorturner machen und das Frühstück zubereiten. Tut er auch! Allerdings klappt dieses meistens nur bedingt. Herrjeh! Das Röstbrot ist total verbrannt, der Toaster in Flammen aufgegangen. (Das ist jetzt keine Übertreibung, es ist tatsächlich passiert!)  Das Frühstücksei ist so hart, dass unsere Hockeymannschaft damit spielen könnte.

„Schatz, das verstehe ich auch nicht. Jetzt habe ich die Eier schon 12 Minuten kochen lassen und sie sind immer noch hart! Wie kann das denn sein?“ Der „beste Ehemann der Welt“ überrascht mich immer wieder aufs Neue. Auf meine Frage nach dem Stand des Medaillenspiegels hat er mir doch tatsächlich unseren großen antiken Wandspiegel ins Wohnzimmer gewuchtet und mich verwundert gefragt, was ich denn damit vorhätte! 

Doch solche kleinen Widrigkeiten tun meiner Olympiastimmung keinen Abbruch. Denn nun – nach dem Frühstück schlage ich Wurzeln auf dem Sofa und nutze nur noch die Werbepausen für  Toilettengänge und andere Dinge, die ich erledigen muss und die definitiv nicht aufschiebbar sind. Und mit mir auf dem Sofa rekeln sich – dreimal dürft ihr raten – meine Stricknadeln und meine Wolle, denn ohne Handarbeiten geht auch keine Olympiade.

Als Ergebnis dieser Strickarbeiten habe ich Euch vorab „Husain Bolt“ mitgebracht. Ich hoffe, ich schaffe es zeitlich noch, Euch im Laufe der Olympic Games den einen oder anderen Athleten nachzureichen. Schauen wir mal!

Mit viel Sportsgeist verabschiedet sich

Eure Anneliese

 

 

 

Für die EM 2016 eine Fanpuppe stricken

 

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Deutschlaaand! Deutschlaaand!       wm-smi1

Jawoll, jetzt ist es wieder soweit! Ganz Deutschland ist im Fußballfieber. Der Grund dafür: die deutsche Fußballnationalmannschaft (der amtierende Weltmeister) steht im Halbfinale der Europameisterschaft 2016. Und nun geht es gegen den EM-Ausrichter Frankreich. Tja, ihr lieben Fußballer. Da habt ihr defintiv keine leichte Aufgabe vor euch. Haben „Les Bleus“ doch mit dem Publikum den 12. Mann auf dem Platz. Aber….Bange machen gilt nicht! Spielt einfach mit Herz und Verstand, dann klappt das schon. Und denkt daran! Immer schön mitsingen bei der Nationalhymne, da sind die Fans ganz, ganz pingelig. Obwohl die Spanier bei ihrer Hymne auch nicht mitschmettern. (War’n Witz! Die Marcha Real hat ja keinen Text.) 

Und was eure Personalprobleme angeht: auch dadurch lasst euch eure Stimmung nicht vermiesen. Selbst wenn so wichtige Spieler wie Mario Gomez, Sami Khedira und Mats Hummels nicht einsatzbereit sind. Was soll’s! Es gibt immer Alternativen. Ich bin kein Experte, aber laufen bei euch in Frankreich nicht auch noch Spieler wie Emri Can, Julian Weigl, Shkodran Mustafi und einige andere Strategen herum, die fürs Fußballspielen bezahlt werden. Und das offensichtlich auch können, sonst wären sie ja nicht da. Selbst die Geheimwaffe, Sebastian „Schweini“ Schweinsteiger ist – nach der letzten Meldung –  wieder für 90 Minuten gehfähig. Kann doch eigentlich nichts schief gehen, oder?

Wir lassen uns mal überraschen. Der Bundestrainer wird’s schon richten. Vor dem Spiel erklärt er seinen Jungs ja immer, wie sie gewinnen können. Mit der 4er-Kette, 3er-Kette, 5-er Kette oder mit welchen Ketten auch immer. Nach dem Spiel analysiert er dann, warum sie verloren haben. Wegen der 4er-Kette, 3-er Kette………

Na gut, das Letztere wollen wir jetzt nicht hoffen.  Unsere Spieler werden ja nicht vor Ehrfurcht vor den Franzosen erstarren, haben sie doch zur Aufmunterung den Pausenclown extra im Gepäck mitgebracht. Lukas Podolski! 

Auf jeden Fall steht fest: die gesamte Nation fiebert am Donnerstag mit, wenn es heißt: Allons enfants de la Patrie! Frankreich gegen Deutschland. Der Fernseher wird schon gegen Mittag auf Betriebstemperatur gebracht. Man will die Vorberichterstattung doch nicht verpassen. Vielleicht haben Gomez oder Khedira ja eine plötzliche Wunderheilung und sind doch noch im Aufgebot. Für die Public Viewing Party im Garten oder auf dem Balkon liegen die Grillwürstchen und Nackensteaks schon parat. Ist das Wetter in diesem (Nicht-)Sommer auch unter aller Sau, zum Deutschandspiel wird gegrillt. Basta! Und das Bier, sei es alkoholisch oder nicht, friert schon seit ein paar Tagen im Kühlschrank erwartungsvoll vor sich hin. Wir sind gerüstet, wir Deutschen, wir wollen den Titel, wir Deutschen und wir wollen ins Stade de France, wir Deutschen  – gegen wen auch immer. Ist uns egal!  Und bei Thomas Müller platzt endlich, endlich der Knoten fürs Toreschiessen – und er schießt das Siegtor! Wetten!

An dieser Stelle möchte ich unbedingt eine Aussage von Thomas Müller aus dem Interview nach dem Italienspiel wieder geben.

Moderator: „Wollen Sie jetzt den Titel?“

Thomas Müller: „Auf gar keinen Fall. Unser Ziel war es immer im Halbfinale auszuscheiden!“

Auf eine doofe Frage, gibt es auch eine doofe Antwort.

Na ja, der hat aber auch den Schalk im Nacken, dieser Müller! Jedenfalls will ich nicht hoffen, dass er seine Aussage ernst gemeint hat.

Und was sagt der „beste Ehemann der Welt“ zum kommenden Fußballspiel? Er hält es mit dem französischen Philosophen Jean Paul Sartre:

„Ein Fußballspiel wird immer kompliziert durch die Anwesenheit einer gegnerischen Mannschaft.“

Nichtsdestotrotz ist der „beste Ehemann der Welt“ felsenfest davon überzeugt: wm-si-3Die deutsche Mannschaft gewinnt!  Und er muß es ja wissen, spielt er doch selber Fußball.

Und wenn Euch das Spiel überhaupt nicht interessiert, weil Ihr mit Fußball so gar nichts am Hut habt, könnt ihr ja die Fußballübertragungszeit nutzen und eine Fanpuppe stricken, so wie ich es getan habe.

Tschüss und toi, toi, toi Herz

Eure Anneliese

Wenn ihr noch etwas Lustiges sehen wollt, dann schaut mal hier.https://www.youtube.com/watch?v=mf72t9B_CEI

Das Video ist zwar schon älter, aber ich finde es nach wie vor witzig.

 

 

 

Die Schlümpfe sind los….


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Das wurde aber auch Zeit! Nach einer gefühlten Ewigkeit kann ich mich mal wieder zu Wort melden. Nach zwei Krankheiten und einem Todesfall können wir – der „beste Ehemann der Welt“ und ich – endlich wieder durchschnaufen. Die Renovierung ist abgeschlossen. Alles ist fertig! Böden, Wände, Türen und auch unsere Nerven. Fertig! 

Noch während des ganzen Gebrassels habe ich es (da es Himmelfahrt war) für angemessen gehalten, den „besten Ehemann der Welt“ einfach mal aus dem Tohuwabohu herauszuholen und in einen in der Nähe gelegenen Biergarten auf ein leckeres Essen und so ein, zwei Bierchen einzuladen. Na ja, zugegeben, das war nicht ganz uneigennützig von mir. Ich hatte definitiv keine Lust zu kochen. Außerdem war das Wetter super, die Sonne schien und es war herrlich warm. Also alles in Butter! 

  Super!So trabten wir beide gut gelaunt zur A 2 (so heißt bei uns der Wanderweg  in Richtung Rhein). Mit uns schien jedoch die gesamte Bevölkerung im Umkreis von 50 km kollektiv auf die gleiche Idee gekommen zu sein. Ihr werdet es nicht glauben, wie viele Menschen da unterwegs waren. Massenhaft Radfahrer überholten uns – mit Packtaschen beladen oder mit am Fahrrad angehängten Bollerwagen. Die waren genauso gut gelaunt und fröhlich wie wir. Das konnte ja heiter werden! Und das wurde es auch! Als wir, hungrig und durstig, den Biergarten erreichten, mussten wir uns einen leeren Platz regelrecht erkämpfen. Denn die Radler hatten – wen wundert’s – bereits 99% der Plätze in Beschlag genommen und waren gerade eifrig dabei, sich bis zum Eichstrich voll laufen zu lassen.

najaaaa   Einer von ihnen hatte es sich besonders gemütlich gemacht. Halb sitzend, halb liegend, die Beine weit von sich gestreckt, rief er lautstark: “ Eh, Leute! Ist das geil! Saufen und dabei braun werden! Gibt’s was Besseres?“ Und schwenkte dabei sein Weizenbierglas hoch über seinen Kopf, dass das Bier nur so spritzte. Und da fiel es uns wie Schuppen aus den Haaren. Na klar! Es war VATERTAG! Aber im Grunde genommen kümmerte uns das herzlich wenig – jedenfalls so lange nicht, bis die gesamte Meute mit steigendem Alkoholpegel anfing zu singen. Oder sollte ich besser sagen, zu grölen! Fangesänge!  (Warum meinen eigentlich alle Fussballfans, dass sie begnadete Sänger sind? Bei DSDS würde es keiner von denen bis ins Recall schaffen!) Ein jeder schmetterte ein anderes Lied. Ein heilloses Durchander!

„Zebrastreifen, weiß und blau, ein jeder weiß genau, das ist der MSV!“ „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“ „Schala lala la laa! BVB!“ und „Steht auf, wenn ihr Schalker seid!“ Eine einheitliche Fangesinnung war da auch nicht auszumachen! Diese Störung war mehr als unangenehm. Eine nette Konversation zu zweit? Denkt gar nicht erst daran! Ich war auf hundertachtzig oder noch mehr, das könnt ihr mir glauben! Gerade als ich meinem Unmut Luft machen und diesem gesamten Verein mal tüchtig meine Meinung sagen wollte, meinte der „beste Ehemann der Welt“, cool und gelassen wie immer, nur:“ Schatz, bleib locker! Lass‘ sie doch. Ist halt Vatertag! Sind eben alles Schlümpfe!“ Ich muss wohl sehr intelligent geschaut haben. „Schlümpfe? Wieso Schlümpfe?“ „Na ja, sind doch alle total blau!“

Kurze Zeit darauf – dem Herrgott sei Dank – radelte die Karawane, weiterhin lautstark singend, zur nächsten Bierstation weiter: „Jommer in en andere Kaschämm! Schämm!“

So wurde der Tag doch noch schön. Und das Beste daran! Als wir am späten Nachmittag wieder zu Hause waren, kramte ich erst einmal mein Strickzeug hervor und habe Schlümpfe gestrickt. Mein Dank gilt dem „besten Ehemann der Welt“ und den singenden Radfahrern, ohne die meine Schlümpfe gar nicht erst entstanden wären! 

 


Bis dann!

Adé  Eure Anneliese