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Beatles und andere Popstars sticken

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Hallo meine Lieben!

Weihnachten ist seit einer Ewigkeit vorbei, der Januar auch und selbst der Februar nähert sich so langsam seinem Ende. Und ich hatte seitdem nicht den Hauch einer Chance, mich meinem Blog zu widmen. Heute gönne ich mir mal eine kleine Auszeit – ich muss Euch doch unbedingt meine letzten Erlebnisse und Erfahrungen schildern! Ich beschäftige mich nämlich momentan mit Handarbeiten, die sich irgendwie ständig wiederholen. Auftragsarbeiten! Das ist nicht nur extrem langweilig, sondern auch stressig. Und dadurch komme ich mir vor wie eine alte Schallplatte, die immer an der gleichen Stelle hängen bleibt. „Let it be, be, be, be,be….! (Für die jüngeren Leser dieses Blogs zum Verständnis: Eine Schallplatte ist eine runde, 12″ große Scheibe aus Vinyl, die man zwecks Musikhörens auf ein Abspielgerät – sprich: Plattenspieler – legt. Eine Erfindung aus dem vorigen Jahrtausend).

Und damit wäre ich auch schon beim Thema. Der Streßauslöser (Auftraggeber) ist in diesem Fall – wie kann es auch anders sein – der „beste Ehemann der Welt.“ Dieser benutzt ja – aus bekannten Gründen – immer noch ein Eckchen des Schlafzimmers als Büro und Hobbyraum. 14-tanz-2 Und dort bastelt er Tag und Nacht, Sommer, Winter, Weihnachten, Ostern und so weiter an seiner unermeßlich umfangreichen Musiksammlung. Zigtausend Musiktitel aus allen Jahrzehnten werden hier computertechnisch bearbeitet. Und das macht er schon, seitdem es die ersten Personalcomputer gibt. Was er allerdings da so im Einzelnen treibt, kann ich Euch nicht sagen. Will ich auch gar nicht wirklich wissen. So weit so gut. Der „beste Ehemann der Welt “ hockt also da auf seinem Fleckchen Heimaterde und versteht es wunderbar, sich vom Rest der Familie – also von mir – abzusondern. Doch jetzt hat er dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Um sich noch mehr vom Rest der Welt abzuschotten hat er sich einen RAUMTEILER gebaut. Damit teilt er jetzt das Schlafzimmer wie Moses das Rote Meer. Wahnsinn! Offensichtlich wohnen wir in einem Schloss!  Ich habe ihm sogar schon ein Schild für den Raumteiler gebastelt. „My home is my castle!“  baumelt jetzt  an der Stelle, an der ich immer anklopfen muss, damit der Gute nicht zu sehr erschrickt, wenn ich plötzlich mal neben ihm auftauche – wegen der Kopfhörer. Aber das Sahnehäubchen kommt noch.  Achtung! Damit dieses Paradies noch paradiesischer wird,  möchte der Gute tatsächlich Bilder haben – neue Bilder wohlgemerkt – und zwar für die 2,45 m hohe und knapp 1,40 m breite Wand auf die er schaut, wenn er am PC sitzt. Wenn er denn überhaupt mal hochschaut!

„Schatz, die Wand ist sooo kahl! Kannst Du mir nicht ein paar Bilder malen?“

(Leider weiß der „beste Ehemann der Welt“, daß ich zu so etwas fähig bin, hausen in unserem Keller doch hunderte von mir gemalter Bilder. Diese passen aber größenmäßig und stilmäßig nicht an die Wand seiner Popmusikecke).

„Du könntest aber auch, wenn Dir das Malen zu viel Aufwand ist, am Computer welche erstellen und ausdrucken. Vielleicht so etwas wie diese Wortwolken.“

(Damit meint er die Word Clouds, die am Anfang des Blogs zu sehen sind).

„Hauptsache: Bilder!“

Hätte ich mich nur nie auf diese Aufgabe eingelassen! Diese Bilder haben ab sofort oberste Priorität! Von jetzt auf gleich müssen sie fertig sein. Aber ich habe mich nun mal dazu überreden lassen. Vielleicht, weil ich mal etwas Anderes machen wollte oder – was wahrscheinlicher ist – einfach nur um meine Ruhe zu haben. (Diese ständige Quängelei ist ja nicht auszuhalten!)

Da ich jedoch meine Handarbeitsleidenschaft nicht einfach so – mir nichts, dir nichts – abstellen kann, beschloss ich, diese „Gemälde“ mit Kreuzstich zu sticken. Und zwar passend zu der Musiksammlung, an welcher der „beste Ehemann der Welt“ ja ständig herumschraubt. Diese Art Bilder ist jetzt nicht wirklich das, was mein Mann wollte. Aber da musste er durch!

Gesagt, getan! Das erste Werkstück war kaum fertig und11-jaa  der „beste Ehemann der Welt“ vor Freude komplett aus dem Häuschen, als ich bereits ahnte, daß diese Geschichte nicht gut ausgehen würde.

Frage: Wißt Ihr wie viele Popgruppen auf unserem Planeten seit  der „British Invasion der Popmusik“existieren? Wenn ich nur die Bands der 60er Jahre aufzähle, davon die weniger bekannten Gruppen abziehe, dann noch die für meinen Mann uninteressanten Musiker streiche, bleiben immer noch einige Hundert Bands übrig! Und genau diese hat der „beste Ehemann der Welt“ auf mehreren DIN A 4 Seiten akribisch notiert. Damit ich auch ja genau Bescheid weiß, was ich noch zu sticken habe. Ergo! Ab sofort muß ich mich sehr, sehr gesund ernähren, viel Sport treiben,  Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehmen und so weiter, damit ich mindestens 300 Jahre alt werde. Anders ist diese Aufgabe nämlich nicht zu stemmen!

  animiertes-musiker-bild-0037„Schatz, die Schallplattencover geben aber auch ein schönes Motiv ab!“ Ich mach Dir mal schnell einige Kopien davon!  Vielleicht kannst Du ja mal….?“

Kann ich, will ich aber nicht! Obwohl – wenn ich ehrlich bin – reizen würde es mich schon, so ein Titelbild zu sticken. Denn, Hand aufs Herz, irgendwie habe ich auch Spaß an der ganzen Geschichte. Sollte ich also das Projekt “ Plattencover“ auch noch in Angriff nehmen, werdet Ihr es an meiner Adressänderung merken. Wir wohnen dann nämlich in einer  28-Zimmer Villa mit wenig Möbeln, dafür aber mit vielen kahlen Wänden, die alle mit Stickbildern geschmückt werden wollen.

Und hier also eine kleine Auswahl der von mir gestickten Bilder.

Die Stickmuster habe ich am Computer erstellt.  Das klappt mit der kostenlosen Fotobearbeitungssoftware „gimp“ ganz gut. Das Program könnt Ihr downloaden und dann einfach mal ausprobieren!

Hier ist der Link dazu: http://www.gimp24.de/

Das Bild der Beatles und das von David Bowie habe ich vom Plattencover kopiert. Das von Jimi Hendrix stammt aus dem Internet.http://www.stars-portraits.com/en/portrait-10794.html  und den Schriftzug dazu gibt es hier:  http://logos-vector.com/logo/vector_Jimi+Hendrix_110116.htm

Also: Herr Google! Sollte es da Urheberrechte geben, hier zur Info: diese Bilder sind nur für unseren privaten Gebrauch bestimmt.

Und möchte einer von Euch etwas mehr über „besten Ehemann der Welt“ erfahren, der sollte mal die Gedichtseite besuchen. Da gibt es Gereimtes über diesen Mann. Und zwar ein Gedicht, das ich mal zu einem seiner runden Geburtstage für eine Bierzeitung „verbrochen“ habe.

Tschüss

Eure Anneliese 21-thank-you