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Weihnachtswichtel stricken

 

weihnachtswichtel

 

Weihnachtliche Stimmung? 29 2

Ja, eigentlich ist es ja das Fest der besinnlichen Stunden. Kerzenschein, eine Tasse Tee oder Kaffee, dazu selbstgebackene Plätzchen und dann… einfach mal abschalten und geniessen. Ich brauche dazu noch einen schönen Weihnachtsfilm oder – noch besser – eine rührselige Romanze, schluchz! Und natürlich meine Handarbeiten, ohne die geht ja bei mir bekanntlich gar nichts.

Wie gesagt! Weihnachten ist das Fest der Besinnung, des Innehaltens, des Friedens. Doch wer in diesen Tagen durch die Einkaufsstraßen der Stadt schlendert begegnet dort nur lauter gehetzten, stressgeplagten und mit schweren Taschen und Tüten beladenenen Mitmenschen. Der Countdown zum 24. Dezember läuft.

Und alle Jahre wieder heißt das im Klartext: Termine, Termine und noch einmal Termine! Dazu noch die leidige Geschenkesuche für die lieben Familienangehörigen. Also rase auch ich, „den besten Ehemann der Welt“ im Schlepptau, im Schweinsgalopp durch die Läden auf der Suche nach den ultimativen Geschenken. Die gesamte Familie hatte schon vor Jahren beschlossen – wir schenken uns zukünftig nur noch eine Kleinigkeit, nur damit wir was zum Auspacken haben. Wir haben ja schon alles und wir wollen auch NICHTS! Basta!

Etwas ist komisch an dieser Sache. Obwohl wir uns an diese Vorgabe halten – wir versuchen es zumindestens – verpacke ich Heiligabend immer noch die gleiche Menge an Paketen, liebevoll mit Schleifen und beschrifteten Anhängern versehen. Und im Portemonnaie ist tatsächlich genau so Ebbe wie alle die Jahre zuvor. Da hat sich nichts geändert. Finde den Fehler!

Und jetzt kommt auch noch der Stress der Festvorbereitung hinzu. Das heißt im Klartext..Was gibt es zu futtern? Wie sieht das Festtagsmenue aus? (Heiligabend gibt es bei uns sowieso traditionell nur Kartoffelsalat mit Würstchen, damit die Mama nicht auch noch den ganzen Tag in der Küche herumhantieren muss!) Und die Wohnung braucht auch noch ein tolles weihnachtliches Ambiente. Da wird jeder Winkel bis zum Abwinken dekoriert. Jetzt sagt mir mal, wozu das alles? Wir haben ja sowieso keine Zeit, diesen herrlichen Anblick zu geniessen. Eben weil wir, wie gesagt, ständig durch die Läden hetzen müssen.

Als ich vor einigen Tagen den „besten Ehemann der Welt“(der Ärmste)  wieder durch die Innenstadt zerrte, um gleich vier To-do-Listen gleichzeitig abzuhaken, gelobte ich mir selbst innerlich Besserung. Wenn man in der Lage ist, den Keller, die Schränke und sein ganzes Leben zu entrümpeln, sollte das mit dem Weihnachtsprogramm wohl auch klappen. Also habe ich mich gefragt, was denn vor Weihnachten „wirklich“ noch geschafft werden muss oder was bis nach den Feiertagen warten kann oder noch besser, was man – weil es einfach überhaupt nicht notwendig ist – nicht zu erledigen braucht. Ihr werdet Euch wundern, was da unterm Strich noch übrig blieb?

Die  so gewonnene Zeit nutzen der „beste Ehemann der Welt“ und ich nun für den gemütlichen Besuch eines Weihnachtsmarktes mit Glühwein und Bratwurst, selbst die Oma darf mit. Da haben wir gleich ein gutes Werk getan. Oder wir gehen mal wieder in unser Lieblingscafé zu Latte Macchiato mit Zimtwaffeln. Und dabei kann man sehr gut seine gestressten Mitmenschen beobachten! Und bedauern! Ich kann Euch sagen: Das ist wie Weihnachten!

Und da die Feiertage näher rücken habe ich Euch schnell noch ein kleines Geschenk mitgebracht. Die Strickanleitung für einen Weihnachtswichtel oder Weihnachtselfen. Wie auch immer Ihr das nennen wollt. Ich liebe diese kleinen Männchen. Sie sind ca. 16 cm hoch und eignen sich zur Dekoration und als zusätzliches Mitbringsel gleichermaßen.

Und für diejenigen unter Euch, die noch ein Weihnachtsgedicht benötigen, habe ich mal gereimt. Dafür gibt es eine extra Seite, die ich allerdings noch ausbauen muss. „Gedichte und Vorträge“ für jeden Anlass.

Tschüss und schöne Feiertage wünscht Euch W-Kranz

Eure Anneliese

Stimmungen….

Boh, glaubse!  (Herbert Knebel ; O-Ton)

Es gibt ja schon ’ne Menge beknackter Typen auf unserem Planeten! Ja, Herbert, da kann ich dir nur zustimmen. Am letzten Freitag, dem 13., (ob das ein Zufall war oder bewußt so gewählt wurde, ich weiß es nicht!) ist mir das mal wieder so richtig bewußt geworden. Der beste Ehemann der Welt sitzt auf dem Sofa, starrt gebannt auf die Mattscheibe. Im Fernsehen läuft das Fussballspiel Deutschland gegen Frankreich.wm-si-3 Na gut, denke ich, der Mann ist beschäftigt und wird keine Dummheiten anstellen. Und so entschloss ich mich, endlich einen neuen Blogbeitrag zu publizieren. Ich hatte auch schon einige unterhaltsame kleine Geschichten und Anekdötchen in meinen kleinen grauen Zellen vorbereitet, als in der 17. Minute des Freundschaftsspiels (welch eine Ironie) in Paris der erste vermeintliche „Böllerschuss“ losging. Als sich dann das ganze Ausmass der darauf folgenden Ereignisse herausstellte war es mit meinem Geschreibsel erst einmal vorbei. Mir waren Humor und Witz komplett abhanden gekommen. Schreibblockade! Rund um die Uhr lief auf N24 die Berichterstattung aus Frankreich. In Endlosschleife. Mit einem Auge auf den Fernseher schielend versuchte ich dennoch, einige Sätze in meinen Laptop zu hämmern. Fehlanzeige.Also habe ich meinen Blog zunächst einmal ins Tiefkühlfach geschoben und auf Eis gelegt. Ablenken!Das Ablenkungsmanöver hieß – Adventdekoration basteln!W-Kranz

Für einige weihnachtliche Veranstaltungen in unserer Studiobühne (das ist der Saal, in dem Kleinkunst, Liederabende, Comedy, Seminare und noch einige Events mehr stattfinden) müssen mein Mann und ich noch sehr, sehr viele Vorbereitungen treffen. Wir betreiben dort nämlich das Catering, (hört sich wahnsinnig hochtrabend und gut an, ist aber eigentlich nichts anderes als ein Kiosk mit „Anspruch!“), um für das leibliche Wohl der Künstler und des Publikums zu sorgen.  Und eben für die kommende Adventveranstaltung müssen wir halt noch die Tischdeko herstellen. Und die darf  so gut wie nichts kosten. Also ran an das Tonpapier und basteln bis der Arzt kommt. Ich habe mich – unter anderem-  für Tannenbäumchen aus Papier entschieden. Die Origami – Anleitung sah wirklich relativ einfach aus. 5 Stunden und mindestens 50 Bogen Schreibmaschinenpapier (nur zum Testen) habe ich verballert, bis das erste Bäumchen auch nach Bäumchen aussah. Dann erst kam das hochwertigere Tonpapier zum Einsatz. 120 ( in Worten: Einhundertzwanzig) Tannenbäume benötigen wir für die Tische  – das ist schon ein Brett, oder?  Mein Mann, Schweißperlen auf der Stirn, hat bereits nach exakt 3 Versuchen das Handtuch geschmissen. Seine Bäumchen sahen alle aus wie vom Waldsterben bedroht. Hätte ich fotografieren sollen!

Und was macht der beste Ehemann der Welt, nachdem er mich mit dieser Mammutaufgabe allein gelassen hat. Witze macht er! Kann er eigentlich auch am besten!  Nur diesmal nicht. „Schatz, was heißt Baum auf chinesisch?“ Ratlosigkeit bei mir. „Bin ich Chinese, oder was?“  „Ein Baum heißt TAM, zwei Bäume heißen TAM-TAM und ein ganzer Wald heißt TAMTA-RAM-TAMTAM!“

Und so sehen die Bäumchen (TAM-TAM) aus:https://i1.wp.com/topp-lab.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_9691.jpgUnd auch aus weissem Papier sehen sie hübsch aus!

Für diejenigen unter euch, die die Tannen einmal nacharbeiten wollen, gibt es ein Video bei youtube. Mit diesem tutorial funktoniert die Bastelei bestimmt! Ehrenwort!

https://www.youtube.com/watch?v=RzqFU-QfBG0

Jetzt fehlte uns für die Mitte der Tische noch irgendein Hingucker. Aufgrund der Brandschutzauflagen dürfen Teelichter oder sonstige offenen Feuer bei uns nicht eingesetzt werden. Was können wir also noch Dekoratives herstellen? Edle Blumenvasen mit Tannenzweigen bestücken, ein bisschen Chichi dazu? Zu teuer bei der Menge an Tischen!  Die rettende Idee kam wieder einmal vom besten Ehemann der Welt. „Wir nehmen einfach unsere Kölschgläser, bekleben die hübsch, und hängen irgendeinen weihnachtlichen Glitzerkram dran. Nach 40 Jahren Knast (eigentlich meinte er „Ehe“)  wird sich doch in der Weihnachtsrumpelkiste im Keller noch was Brauchbares finden lassen!“ Das war genial – nicht das mit der Rumpelkiste. Sondern das Bearbeiten der Gläser. Diese kosten uns nichts und außerdem haben wir jede Menge davon. Gesagt, getan! Zwischenzeitlich habe ich etliche Kisten Kölschgläser mit Dekoband von Ikea beklebt, Anhänger in Stern- oder Tannenbaumform (von Aldi) an die Gläser mit rot-weißer Kordel befestigt – und – sieht gut aus! Am Tag der Veranstaltung stopfe ich dann noch kleine Tannenzweige sowie selbstgebackene 15cm hohe Lebkuchenengel hinein. Und fertig ist die FAST KOSTENLOSE Adventdeko!!!

Gläser

Tischdeko

 Eure StricklieseWinter+3