Tag-Archiv | Häkeln

Wenn Frau neuen Schmuck braucht…

 

 

 

 

 

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Ich weiß nicht, ob es Euch genauso ergeht wir mir. Immer, wenn ich zu einem besonderen Outfit einen schönen oder auffallenden Halsschmuck benötige, ist gerade das Passende nicht in meiner Schmuckschatulle zu finden. Na ja, eigentlich besitze ich ja nicht einmal eine Schatulle, sondern nur ein klitzekleines, schlichtes Kästchen von meinem Lieblingsschweden, das ich liebevoll mit Häkelblumen aufgemotzt habe. Darin lagern jetzt meine Kronjuwelen. Von Bijou Brigitte!  Und da das Kistchen wirklich sehr, sehr winzig ist finde ich auch nie etwas Adäquates zu meinen Klamotten. Seufz!!! Ich bin eben nicht der Typ, der sich von Kopf bis zu den Zehen mit Glitzerkram behängt. Der „beste Ehemann der Welt“ weiß das natürlich und ist überglücklich darüber. Und genau aus diesem Grund bekomme ich zu Weihnachten immer etwas Praktisches oder Nützliches geschenkt. Einen neuen Schnellkochtopf beispielsweise. Oder Bücher!!!  Vielversprechende Bücher – mit Titeln wie „Zwanzig Jahre vierzig bleiben“, die „Kneippschen Wasserkuren“ oder die „100 besten Anti-Aging-Tipps“. Alles schon vorgekommen.

Vor einigen Tagen bekamen wir mal wieder eine Einladung zu einem „runden“ Geburtstag. Anlass genug für mich, mir ein neues Kleid zu zulegen. Ein schwarzes Strickkleid, so ein Figur nahes, heißes Teil! Obwohl mein Ehemann permanent behauptet schwarz (und auch weiß) stünden mir absolut nicht! Nur weil ich blond bin und immer etwas blutarm wirke. Milde ausgedrückt. Aber ich stehe nun mal auf weiße Blusen und schwarze Pullis. Deswegen lasse ich mir in Kleiderfragen generell nicht reinreden. Punkt.

„Schatz! Du siehst aber heute äußerst käsig aus. Du weißt doch, dass du in „schwarz“ immer krank wirkst! Lege wenigstens etwas Make-up auf! Oder noch besser! Ziehe einfach was anderes an!“ Das war die erste Reaktion auf mein nagelneues Kleid. So ist er – der „beste Ehemann der Welt“ – immer ein Gentleman und Frauenversteher. Denn – ich war bereits geschminkt. Und äußerst sorgfältig obendrein!

 Stolz Aber mein prüfender Blick in den Spiegel verriet mir: Der Gute hatte ja vollkommen recht. Ich sah momentan eher nach trauriger Beerdigung als nach lustiger Feier aus. Aber den Dress ändern? Nee, nee, ging gar nicht. Schließlich hatte ich mir das Kleid extra für diesen Geburtstag gekauft. Also wickelte ich wild entschlossen sämtliche Tücher und Schals, die ich finden konnte um den Hals. Niete! Sah alles doof aus. Und der Blick in mein IKEA-Kästchen stürzte mich dann restlos in die Depression. Das Zeug, das darin lag, war entweder zu mickrig oder zu trutschig! Für meine Begriffe jedenfalls.

„Schaaatz! Ich brauche jetzt dringend irgend etwas für meinen Hals. Ansonsten ist der Geburtstag für mich gestorben. Mußt du halt allein hingehen!“ Antwort: „Da haste was für deinen Hals!“ Grinsend reichte mir der „beste Ehemann der Welt“ ein Stück Seife der Marke Bulgari. HERRENSEIFE!

 Hurra   Aber dann kam die Rettung! Und zwar in Form meiner alten Handarbeitstruhe, die mir beim Suchen nach Accessoires in die Hände gefallen war. Jetzt könnt Ihr mal raten, was diese enthielt! Halsketten!!! Die hatte ich bereits in der Steinzeit aus Langeweile und nur so just for fun mal gehäkelt oder genäht. Die sahen zwar auch ziemlich bieder aus, aber immerhin waren es meine eigenen Werke. Alles UNIKATE, jawoll! Und damit waren mein  Kleid und auch die Party gerettet. Und was soll ich Euch sagen! Meine Halskette war der Burner. Mittlerweile mußte ich für drei der Gäste so ein „Kettchen“ anfertigen. Ist das nicht irre? Ich habe mal eine Auswahl fotografiert. Aber bitte, tut mir den Gefallen und lacht Euch nicht halbtot!

 

 

hallo Tschüß!

Eure Anneliese

p.s. Solltet ihr den Schmuck nacharbeiten wollen, gebe ich Euch morgen auf der Anleitungsseite einige Tipps. Richtige Anleitungen gibt es ja nicht, weil ich die Ketten einfach aus dem Bauch heraus gehäkelt habe!!!

 

 

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Fettnäpfchen

Hallo, meine Lieben!

ich glaube, ihr wisst alle was ein Fettnäpfchen ist! Und ich, ja ich, gehöre zu denjenigen, die alle nasenlang in einem dieser unbequemen Näpfchen landet. Der „beste Ehemann der Welt“ behauptet sogar, dass mein zweiter Wohnsitz das Fettnäpfchen ist. Das krasseste Beispiel dazu ist mir vor einigen Tagen passiert. Und das kam so.

  Um die Mittagszeit war ich mal schnell zum Einkaufen in die Stadt gegangen. Da traf ich – plötzlich und unerwartet – eine frühere Freundin aus meiner meiner Sturm- und Drangzeit. Lang, lang ist’s her, dass wir uns das letzte Mal gesehen hatten; grob geschätzt mehr als 30 Jahre, und zwar auf einer dieser Neuen-Deutschen-Welle-Feten. Und Uschi, ja die war damals ein echt heißes Modell, also so ziemlich das genaue Gegenteil von mir. Ich habe mich wirklich gefreut, sie nach sooo langer Zeit wieder zu sehen. Erstaunlicherweise hatte ich sie sofort erkannt, obwohl ich normalerweise ein sehr schlechtes Menschengedächtnis habe! Früher hatten wir viel miteinander unternommen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann haben wir zusammen Fussballspiele angeschaut, Parties geschmissen und sogar spasseshalber noch einmal die Tanzschule besucht. War schon der Wahnsinn! Aber sehr schön! Ich glaube, Uschi war auch ganz angetan, mich zu sehen. Jedenfalls: Umarmung! Küsschen links, Küsschen rechts, Küsschen wieder links. Wie der Bruderkuss von Michail Gorbatschow und Erich Honecker zum 40. Staatsjubiläum der DDR. Doch dann:  Enttäuschung pur. Völlig emotionslos leierte sie die üblichen Begrüßungsfloskeln herunter. „Wie geht es dir? Was machst du noch so?  Du siehst aber gut aus!“ Antwort meinerseits: „Ja, alles bestens, Mir geht’s gut. Läuft!“ (Ich kann auch Floskeln).  Und ehrlich wie immer bemerkte ich: „Aber DU siehst gar nicht gut aus! Bist du etwa krank? Sooo abgemagert!“  (Au weia, da war es wieder, mein Fettnäpfchen) Die Kälte, die jetzt aufkam, war körperlich spürbar. Uschis Erwiederung, sehr spitz und eine Tonlage höher: „Ich bin defintiv NICHT krank, eher das Gegenteil! Ich treibe viel Sport   für meine Figur (das ist keine Figur, das ist ein Knochengestell). Schwimmen und Joggen täglich und einmal die Woche ins Fitnessstudio!“  „Oh, sorry!“ Ich musste unbedingt vom Thema ablenken, sonst würde das hier peinlich. „Wie geht es Rudi? Grüß‘ ihn mal schön von uns!“(Rudi war immer ein besonders lustiger und charmanter Typ, den wir sehr mochten!) „Rudi und ich sind seit 12 Jahren geschieden!“ Ja, wundert mich das? „Ich habe seit einiger Zeit einen neuen Lebensabschnittgefährten (welch‘ ein Wort, kann sie nicht einfach Freund oder Lover sagen?) Da drüben steht er, an dem Schaufenster. Er schaut sich die Modelleisenbahnen an!“ Neugierig beäugte ich diesen neuen Mann in Uschis Leben.„Na, hör‘ mal, Uschi! Ist der nicht ein bisschen zu jung für dich?“ Der ist doch mindestens 10 Jahre jünger!“ (Oops, wieder winkte mir das Fettnäpfchen freundlich zu. Kann ich nicht einfach erst denken und dann reden? Nein, kann ich nicht.) „Also, meine liebe Anne, zu deiner Information, Norbert ist exakt 1 Jahr und 3 Monate älter als ich.“ Ich musste mir etwas Aufmunterndes einfallen lassen, denn die Stimmung näherte sich gefährlich dem Gefrierpunkt.  Hinterherzieh      Wild entschlossen hakte ich Uschi unter und zog sie in Richtung der gegenüber liegenden Eisdiele. „Wir beide ziehen uns jetzt einen fetten Eisbecher rein und quatschen über alte Zeiten!“ Dieser Tag war offensichtlich nicht der Tag zum Lottospielen, denn Uschi konterte sofort: „Keine Chance, Anne! Ich ernähre mich seit einiger Zeit nur ayurvedisch. Süßes verboten!!!“ (Zum Verständnis: Uschi war füher Köchin – eine sehr gute sogar – in einem Restaurant. Und dem Essen war sie nie abgeneigt!) Ich lasse nicht locker: „Na gut, dann spendiere ich dir eben einen Kaffee oder Capucchino plus einen Asbach! Komm‘ schon!“ Wieder eine Absage: „Auch das nicht. Coffein, Nikotin, Alkohol, alles das ist doch total ungesund. Kommt für mich nicht in Frage!“ Aha, Uschi ist also vom Saulus zum Paulus mutiert! Früher war keine Flasche mit alkoholischem Inhalt vor ihr sicher. Und gequalmt haben wir doch alle wie die Schornsteine! Wiederum versuche ich einen Themawechsel. Ich werde die Uschi doch wohl noch aus dem Quark kriegen!!! „Kochst du noch im „Alten Ochsen? Dann kommen wir mal zum Essen bei dir vorbei. Ich fänd’s super!“ Eigentlich hatte ich das nur gesagt, um überhaupt was zu sagen, ohne gleich wieder den Griff ins Klo zu tun. Uschis Antwort darauf hatte mich dann aber komplett umgehauen: „Norbert (also der neue Lover!) und ich haben eine Umschulung gemacht. Wir unterrichten jetzt Yoga, Qui-Gong, Meditation und Autogenes Training. Wir beraten bei Eheproblemen und machen Familienaufstellungen. Wenn ihr möchtet, im Kundalini-Yoga-Kurs sind noch Plätze frei. Könntet ihr gern mal – unverbindlich natürlich – reinschnuppern.“ Nee, Uschi, eher nicht!!! Ich sagte das jetzt nicht laut, sondern statt dessen: „Wenn ihr Lust habt, könnt ihr – also du und Norbert – auch mal bei uns vorbei kommen. Trinken wir eine schöne Tasse grünen Tee zusammen. Ich backe einen ayurvedischen Ingwerkuchen und schauen dann gemeinsam Bibel TV im Fernsehen!“ (Das letzte Fettnäpfchen, aber das mit Absicht!)

Spätestens jetzt hatte Uschi gemerkt, dass die Chemie zwischen uns nicht, aber auch gar nicht mehr stimmt. Und das war das Ende einer anfangs so hoffnungsvollen Begegnung!“

 „Schatz, ich habe Uschi getroffen!“ Der „beste Ehemann der Welt“ guckt mich verständnislos an: „Welche Uschi?“ „Ach, weisst du nicht mehr. Die Frau vom Rudi!“ Mein Ehemann schmunzelnd: „Ja, ich weiss! Das war ja mal ein heißer Feger!“ Ich: „Ja, Schatz, WAR, das ist der richtige Ausdruck! Sie hat uns zu einem kostenlosen Kundalini-Yoga Kurs eingeladen!“

Ungläubiges Kopfschütteln vom „besten Ehemann der Welt“ bevor er den Rückzug an seinen Computer antritt, dabei vor sich hinmurmelnd: „Ein Kamasutra-Kurs wäre mir lieber!“

Und ich, was mache ich jetzt? Ich stricke mal wieder. Einen Teddy zum Knuddeln, den brauche ich jetzt!

Tschüss

Eure Anneliese Taaaaaaaank

(Anmerkung der Autorin: Bei der obigen Handlung handelt es sich um eine frei erfundene Geschichte. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen wäre rein zufällig!)

 

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Die Anleitung zu diesem Thema stammt von zuHausewohnen.

http://www.zuhausewohnen.de/downloads/strickanleitungen/download/teddy-grossfuss-aus-feiner-merinowolle

Und alle Vöglein zwitschern…

 

Vögel

gestrickte Vögel nach einer Anleitung von „Alan Dart“

 

 

Neulich erst hat mir einer meiner langjährigen Bekannten, nämlich der Maximilian Albert Friedrich, ganz euphorisch von seiner neuen Errungenschaft „Twitter“ vorgeschwärmt. Da wäre er jetzt angemeldet, hätte wahnsinnig viele Kontakte und das Ganze wäre ja sooo super und wahnsinnig interessant. Dabei kriegte er sich vor Begeisterung kaum noch ein. Er könne jetzt sogar auf #wdr, #sky sport, und #bundesliga und so weiter und so weiter seine Meinung über alles und jedes, was gerade aktuell geschieht, abgeben. Ich wusste bislang noch nicht einmal, dass der eine eigene Meinung hat. In der Regel hat er Klara’s Meinung. Zum Verständnis: Klara ist seine Angetraute.    

Neugierig geworden habe ich zu Hause tatsächlich ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, mich bei Twitter anzumelden. Nicht alles, was Maximilian Albert Friedrich da geschildert hatte, hörte sich jetzt unbedingt aufregend, aber auch nicht sooo schlecht an. Twitter als Alternative zu Facebook? Mal sehen. Vielleicht kann ich das Ganze ja mal zwanglos austesten?

 Help    Und während ich noch an meinen Cardiganknöpfen abzähle: Mach ich’s, mach ich’s nicht, mach ich’s, mach ich’s nicht  …ertönt ein Hilfeschrei aus dem Computerzimmer des „besten Ehemannes der Welt“:  „Schatz, komm mal schnell, bitte! Hier auf meinem Monitor steht (in englischer Sprache), dass ich irgend etwas bestätigen soll. Ich weiss gar nicht, woher das gekommen ist!“ Meine Antwort darauf (äusserst mürrisch): „Ich kann jetzt nicht! Ich muss eine lebenswichtige Entscheidung treffen. Außerdem beschäftige ich mich gerade mit meinem Blog! Bestätige bloß nichts. Breche den Vorgang einfach ab und gut ist’s.“

Sekunden später steht meine bessere Hälfte vor mir, einen Schreibblock DIN A 4 in der Hand. „Du wolltest doch einen Block!“ „Du meine Güte, du „bester Ehemann der Welt“, ich mache mir hier tausend Gedanken um meine Zukunft und du nervst nur! Gib‘ mir lieber mal einen Tipp.

  nachdenk  Soll ich mich bei Twitter anmelden oder nicht? Der Maximilian Albert Friedrich ist davon total hingerissen.“ Es erscheinen 3 riesige Fragezeichen über dem Kopf meines Gatten. „Twitter, was ’n das?“

Ihr seht also, soziale Netzwerke sind bei uns entweder tabu oder gänzlich unbekannt.  So, Schatz, das Folgende ist einzig und allein nur für Dich!

Twitter, das ist ein social network. (Ach herrjeh, der Gute kann ja nicht viel englisch), also ein soziales Netzwerk. Eine öffentliche Kommunikationsmöglichkeit in Form eines Online-Tagebuches, kapiert?

Wieder erscheint ein diesmal besonders großes Fragezeichen über dem Haupt meines Mannes, der sich kopfschüttelnd und „Soschel Netzwörk, soschel Netzwörk“ murmelnd wieder in sein eigenes Reich verzieht.

Nachdem ich vorsichtshalber noch die  Herren von Google über Twitter ausgefragt hatte, stellte ich erstaunt fest: Absolut harmlos, die ganze Sache. Die Anmeldung ging zügig, und so habe ich dann beherzt mehrere kurze Zeilen (sehr kurze Zeilen, das ist da so üblich) an #Borussia Dortmund gepostet. Wahnsinn! Nicht, dass ich ein eingefleischter Dortmund-Fan wäre, mir fiel momentan nur nichts Anderes ein. Das Twitter-Ende kam, als ich feststellte, dass ich – versehentlich (mea culpa) – als Follower dem Marco Reus, dem Shinji Kagawa, dem Pierre Emerick Aubameyang und den anderen Borussenspielern hinterher hechelte. So war das nicht geplant. Man ist ja schließlich keine zwanzig mehr und diese jungen Dinger, geht gar nicht!

 Und darum habe ich mich wild entschlossen ausgeloggt, bye, bye ihr süßen Fußballer gesagt und den Account gelöscht! Im Grunde war ich schon ein bisschen traurig. Die Boys sehen ja alle ziemlich lecker aus!

„Schatz, ich war kurz bei Twitter zu Besuch! Ist aber nichts für mich. Ich kann nur lange Geschichten und sowas wollen die nicht!!!“

Was habe ich als Ausgleich gemacht! Wenn ich online schon nicht zwitschern kann (Twitter = dt. Gezwitscher),  stricke ich mir einfach ein paar zwitschernde Gesellen. Und da sind sie!!!

 

Und was macht mein Mann? Er zeigt mir doch tatsächlich einen Vogel.

 

 

Bis dann, piep, piep, piep…

Anleitungungen zu diesen Vögel bekommt ihr hier: http://www.alandart.co.uk/product/all-patterns/garden-birds/

Eure StricklieseTaaaaaaaank

Und stets gut behütet sein…

 

 

Minion-Mütze

Minion-Mütze

 

Wie sang in den 80er Jahren schon die Gruppe DÖF (Deutsch-Österreiches Feingefühl) :

Und ich düse, düse, düse, düse im Sauseschritt…. Und so ist es wirklich. Ich düse durchs Internet-Universum auf der ständigen Suche nach Anregungen für meine Handarbeitsprojekte. Und PC, Tablet, Smartphone und sonstiges technisches  Gedöns sind meine Raumschiffe auf dem Weg zu erforschenden Blogs und Webseiten. Und ich schwör’s – ich werde fündig auf bewohnten Welten mit so tollen Namen wie Ravelry.com, Etsy, DaWanda und Pinterest. Da finde ich Dinge, die die Welt nicht braucht und ich auch nicht,  aber mein strickendendes Herz zum Rasen bringen, den Blutdruck in beängstigende Höhen treiben und den nächsten Arztbesuch schon vorprogrammieren. (Besucht mich mal auf Pinterest). Hier gibt es einfach alles und KOSTENLOS! ☺☺☺

Zitat: „Das Internet lügt nie“. (Johann Wolfgang von Goethe 1853)


Doch Vorsicht! Hier in diesem Hyperraum lauern Gefahren – in Form von Würmern, Viren, Botnets und Phishing, sowie Abo-Fallen, die die PCs krank machen, verseuchen und schlimmstenfalls töten. Der Schrottplatz ruft!

Um uns davor zu behüten haben wir die Men in Black mit so klangvollen Namen wie Norton, McAfee oder Kaspersky engagiert. Das gibt uns Sicherheit.

Aber auch wir Anwender (ourselves) vor den Geräten sind nicht sicher. Der Winter naht, langsam zwar, aber er kommt. Mit Bakterien und Viren, Husten und Fieber im Gepäck. Und was tun wir dagegen? Wir haben keine Men in Black, die uns behüten, aber die richtige Winterverpackung könnte schon ein wenig schützen.

Mützen, Hüte, Schals, dicke Jacken etc. sind angeraten. (Be-Hüten)

Vor einiger Zeit habe ich angefangen, aus Wollresten, die mangels Masse zu nichts anderem mehr zu gebrauchen waren, Mützen zu stricken, zu häkeln oder zu filzen. Die ersten Modelle sahen durchweg wie Kaffeewärmer aus, und dazu verwende ich sie auch heute noch. Die Kaffeekannen werden dadurch aber auch nicht attraktiver. Die nächsten Produkte hatten eine frappante Ähnlichkeit mit Obstkörben. Diese habe ich wild entschlossen verschenkt. Zum Geburtstag an Bekannte, die ich eh‘ nicht so besonderns mag. Und was soll ich sagen? Dort stehen die Dinger tatsächlich als Obstkorb auf dem Tisch – und die Beschenkten mögen wenigstens mich.  Wegen des handmade Präsentes der ach, soooo lieben Liese! ♥♥♥

Na, wenn die wüßten?

Ich habe mal aus meinem Gruselkabinett (sprich: Handarbeitskorb) einige Mützen ausgegraben.

Mein Favorit:  Die Gehirnmütze. Sie beweist eindeutig, dass es nicht immer darauf ankommt, was man im Kopf hat, sondern was man drauf hat.

Tschüss! Man liest sich.

Eure Strickliese! ♥♥♥

Stricken für jede Notsituation

Wem von uns das noch nicht passiert?

Ein ganz normaler Toilettengang auf einer öffentlichen Toilette – Bahnhof, Restaurant oder so –  und dann ist, wie schon des Öfteren – kein Papier auf dem WC. Keins auf dem Rollenhalter und auch keins in dieser riesigen Spendertrommel, die nahezu größer ist als die Wand, an der sie hängt. Trotz aktiven Wühlens in dieser Trommel mit Hilfe des gesamten Unter- und Oberarms  (Abschürfungen sind schon vorprogrammiert) findet man außer Staubwölkchen nichts. Da ist oft guter Rat teuer. Man kann natürlich die benachbarten WCs durchsuchen, aber was tun, wenn man dort auch nicht fündig wird? Da ist Nichts, aber auch Garnichts , nada, niente, nothing. Nicht ein Krümelchen Papier. Steht dahinter vielleicht die Aufforderung, sich zukünftig selber mit Toilettenpapier zu versorgen. Und zwar jeder nach seinem eigenen Geschmack. Mit Blümchen, Hunden, Katzen oder, was jetzt ganz angesagt ist, mit Eulen bedruckt. Und für Negativdenker empfiehlt sich esoterisches Klopapier mit aufmunternden Sprüchen, wie etwa : „Carpe diem“ oder „Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück“.

Ich als eifrige Strickerin empfehle jedoch dieses:

Klopapier

Das gehäkelte oder gestrickte Toilettenpapier

Tada!!! Das wieder verwendbare Toilettenpapier, umweltfreundlich und aus natürlichen Rohstoffen (100% ungebleichte Baumwolle). Die Pflege ist kinderleicht – einmal kurz durch Seifenlauge ziehen und voilà, fertig ist die Rolle für den nächsten Gebrauch. Wer es mag, häkelt oder strickt diese Rolle mehrfarbig. Erfahrene Strickerinnen arbeiten sie mit Zopfmuster, Noppen oder sogar mehrlagig in Doubleface-Technik.

 Geil        Der Fantasie sind da keinerlei Grenzen gesetzt.  

Viel Spaß dabei!

Jetzt muss ich aber Schluss machen. „Romeo und Julia“, die kleinen Teddybären warten auf ihre Vollendung. Beim nächsten Mal werde ich sie Euch vorstellen. Neugierig geworden?

Bis dannwitheflag

Eure Strickliese