Tag-Archiv | Puppen stricken

Harry Potter

Harry Potter

Harry Potter

Hermine, Harry und Ron

Hermine, Harry und Ron

 

Hallo an diejenigen, die sich für mich und meinen Blog interessieren!

Heute möchte ich Euch auf eine Reise mitnehmen und zwar auf eine Reise in das Land der Fantasie. Den „besten Ehemann der Welt“ nehme ich aber ausnahmsweise mal nicht mit, da dieser mit Fantasy – sei es als Buch oder Film – nach seiner eigenen  Aussage überhaupt nichts am Hut hat. Auch Science Fiction Filme hält er für vollkommen daneben.  C3PO, der kleine Roboter aus Star Wars, erinnert ihn an eine wandelnde Mülltonne und all die anderen schrägen (oder faszinierenden) Figuren aus dem Film entlocken ihm nur ein müdes, überhebliches Lächeln. „Ich liebe eben realitätsbezogene Filme“, behauptet er.  „Mit Inhalten, die wirklich passieren können oder tatsächlich passiert sind. Alles andere ist doch nur Kinderkram!“  Dieses sagt der „beste Ehemann der Welt“- derselbe,  dessen Lieblingsfilme „Game Of Thrones“ und „Der Herr der Ringe“ sind. Wirklich, alles absolut reale Filme! Ich habe in meinem alten Diercke-Atlas nachgeschlagen, um Mittelerde zu finden. Nichts!  Aber auch gar nichts! Kein Bruchsal, kein Gondor, kein Mordor und auch kein Auenland! Mag ja sein, dass mein Atlas nicht ganz auf dem neuesten Stand ist!  Aber was ist denn dann mit den Orks, gibt es diese fürchterlich aussehenden Gestalten in echt? Sind die etwa Realität? Ja, könnte durchaus sein! Ich denke, ich habe einige von denen schon mal in unserer Innenstadt getroffen!  Grauenhafte Begegnungen sind das!

Doch zurück zu unserer Fantasie-Reise.

Da ich bekennender „Harry Potter“ – Fan bin möchte ich Euch nach Hogwarts  entführen. Wir treffen uns also in London am Bahnhof Kings Cross am Bahnsteig 9 ¾. Und ab geht die Fahrt mit dem Hogwarts Express, damit wir Harry Potter und Co. persönlich kennen lernen können. Und tada! Da sind sie auch schon, unsere Hauptdarsteller. Gerade frisch von der Nadel weg. Upps!!! Ich meine natürlich,  soeben erst fertig gestrickt worden.

 

Ron Weasley – Hagrid, der Hüter des Waldes – Harry Potter – Hermine Granger – Norbert, der Drache und Dobby, der Hauself. Alle fürs Fotoshooting versammelt!

Bis demnächst!

Eure Anneliese

 

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Stricken für Rio 2016

 

 

 

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Usain Bolt

 

tanz    Samba de Janeiro

Das ist schlimm! Jetzt habe ich gerade erst das Fussballfieber nach der EM auskuriert, da packt mich der Olympia-Rausch. Das heißt mit anderen Worten: Bei mir ruht die Arbeit nicht nur sonntags, sondern ständig. Jedenfalls so lange wie die Olympiade in Rio andauert. Das wirklich Lebensnotwendige erledige ich halbherzig im Schweinsgalopp, alles andere gar nicht. Würde ich auch nicht schaffen, da ich die Live-Übertragungen von ARD und ZDF von Sendebeginn bis Sendeschluss gebannt verfolge, bis meine – mittlerweile – leicht aufgequollenen Augen von allein zuklappen. Mit euphorischen  Anfeuerungsrufen (unser Nachbar hat sich schon über die Lautstärkebelästigung beschwert) begleite ich jedes Rennen und jeden Kampf der deutschen Teilnehmer und hoffe auf eine Goldmedaille.   freu freu freu Und wenn es dann nichts wird – Enttäuschung pur. „Schluchz!“

Bei den Schwimmwettkämpfen hielten sich meine Temperamentsausbrüche allerdings  in Grenzen. Die Ergebnisse unserer DSV-Sportler waren auch gar nicht dazu angetan, Purzelbäume zu schlagen, waren sie doch eher sehr, sehr mau (ugs. für schlecht!).  Irgendwie hatte ich ständig das Gefühl, unsere Schwimmer auf halber Strecke vor dem Ertrinken retten zu müssen. Die Übertragungen der wirklich hochinteressanten Wettbewerbe  wie Dressurreiten oder Golf geben mir schon mal die Gelegenheit für ein klitzekleines Nickerchen. Oder ich stelle schnell mal die Waschmaschine an oder kurve  kurzentschlossen mit dem Wischmop durch die Küche. Das heißt jetzt aber nicht, dass ich diese Sportarten nicht mag. Nein, keineswegs, sie dauern nur so unendlich lang. In dieser Zeit kann ich mich sogar manchmal der Zubereitung unserer Nahrung widmen, begleitet von Visionen, wie ich das Kotelett selber mit Pfeil und Bogen oder dem Luftgewehr erlege.

Damit hat es sich aber auch schon mit der Erfüllung meiner hausfraulichen Pflichten. Die können warten bis nach der Olympiade. Schrubben kann ich täglich – Olympia gucken nur alle 4 Jahre.

Also wie gesagt – bei mir findet Sportübertragung rund um die Uhr statt. Morgens um 9.oo Uhr fange ich mit der Wiederholung der Übertragungen vom Vortag an. Könnte ja sein, dass ich doch etwas Wichtiges verpasst habe.   grkaffee  Dazu mache ich es mir aber so was von gemütlich. Als Erstes: TV-Gerät anschalten, wichtig! Sich bequem aufs Sofa hiefen, ganz wichtig!  Dann frühstücken mit den Athleten, allen voran „Usain Bolt“, ganz besonders wichtig!  Der „beste Ehemann der Welt“ muss den Vorturner machen und das Frühstück zubereiten. Tut er auch! Allerdings klappt dieses meistens nur bedingt. Herrjeh! Das Röstbrot ist total verbrannt, der Toaster in Flammen aufgegangen. (Das ist jetzt keine Übertreibung, es ist tatsächlich passiert!)  Das Frühstücksei ist so hart, dass unsere Hockeymannschaft damit spielen könnte.

„Schatz, das verstehe ich auch nicht. Jetzt habe ich die Eier schon 12 Minuten kochen lassen und sie sind immer noch hart! Wie kann das denn sein?“ Der „beste Ehemann der Welt“ überrascht mich immer wieder aufs Neue. Auf meine Frage nach dem Stand des Medaillenspiegels hat er mir doch tatsächlich unseren großen antiken Wandspiegel ins Wohnzimmer gewuchtet und mich verwundert gefragt, was ich denn damit vorhätte! 

Doch solche kleinen Widrigkeiten tun meiner Olympiastimmung keinen Abbruch. Denn nun – nach dem Frühstück schlage ich Wurzeln auf dem Sofa und nutze nur noch die Werbepausen für  Toilettengänge und andere Dinge, die ich erledigen muss und die definitiv nicht aufschiebbar sind. Und mit mir auf dem Sofa rekeln sich – dreimal dürft ihr raten – meine Stricknadeln und meine Wolle, denn ohne Handarbeiten geht auch keine Olympiade.

Als Ergebnis dieser Strickarbeiten habe ich Euch vorab „Husain Bolt“ mitgebracht. Ich hoffe, ich schaffe es zeitlich noch, Euch im Laufe der Olympic Games den einen oder anderen Athleten nachzureichen. Schauen wir mal!

Mit viel Sportsgeist verabschiedet sich

Eure Anneliese

 

 

 

Für die EM 2016 eine Fanpuppe stricken

 

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Deutschlaaand! Deutschlaaand!       wm-smi1

Jawoll, jetzt ist es wieder soweit! Ganz Deutschland ist im Fußballfieber. Der Grund dafür: die deutsche Fußballnationalmannschaft (der amtierende Weltmeister) steht im Halbfinale der Europameisterschaft 2016. Und nun geht es gegen den EM-Ausrichter Frankreich. Tja, ihr lieben Fußballer. Da habt ihr defintiv keine leichte Aufgabe vor euch. Haben „Les Bleus“ doch mit dem Publikum den 12. Mann auf dem Platz. Aber….Bange machen gilt nicht! Spielt einfach mit Herz und Verstand, dann klappt das schon. Und denkt daran! Immer schön mitsingen bei der Nationalhymne, da sind die Fans ganz, ganz pingelig. Obwohl die Spanier bei ihrer Hymne auch nicht mitschmettern. (War’n Witz! Die Marcha Real hat ja keinen Text.) 

Und was eure Personalprobleme angeht: auch dadurch lasst euch eure Stimmung nicht vermiesen. Selbst wenn so wichtige Spieler wie Mario Gomez, Sami Khedira und Mats Hummels nicht einsatzbereit sind. Was soll’s! Es gibt immer Alternativen. Ich bin kein Experte, aber laufen bei euch in Frankreich nicht auch noch Spieler wie Emri Can, Julian Weigl, Shkodran Mustafi und einige andere Strategen herum, die fürs Fußballspielen bezahlt werden. Und das offensichtlich auch können, sonst wären sie ja nicht da. Selbst die Geheimwaffe, Sebastian „Schweini“ Schweinsteiger ist – nach der letzten Meldung –  wieder für 90 Minuten gehfähig. Kann doch eigentlich nichts schief gehen, oder?

Wir lassen uns mal überraschen. Der Bundestrainer wird’s schon richten. Vor dem Spiel erklärt er seinen Jungs ja immer, wie sie gewinnen können. Mit der 4er-Kette, 3er-Kette, 5-er Kette oder mit welchen Ketten auch immer. Nach dem Spiel analysiert er dann, warum sie verloren haben. Wegen der 4er-Kette, 3-er Kette………

Na gut, das Letztere wollen wir jetzt nicht hoffen.  Unsere Spieler werden ja nicht vor Ehrfurcht vor den Franzosen erstarren, haben sie doch zur Aufmunterung den Pausenclown extra im Gepäck mitgebracht. Lukas Podolski! 

Auf jeden Fall steht fest: die gesamte Nation fiebert am Donnerstag mit, wenn es heißt: Allons enfants de la Patrie! Frankreich gegen Deutschland. Der Fernseher wird schon gegen Mittag auf Betriebstemperatur gebracht. Man will die Vorberichterstattung doch nicht verpassen. Vielleicht haben Gomez oder Khedira ja eine plötzliche Wunderheilung und sind doch noch im Aufgebot. Für die Public Viewing Party im Garten oder auf dem Balkon liegen die Grillwürstchen und Nackensteaks schon parat. Ist das Wetter in diesem (Nicht-)Sommer auch unter aller Sau, zum Deutschandspiel wird gegrillt. Basta! Und das Bier, sei es alkoholisch oder nicht, friert schon seit ein paar Tagen im Kühlschrank erwartungsvoll vor sich hin. Wir sind gerüstet, wir Deutschen, wir wollen den Titel, wir Deutschen und wir wollen ins Stade de France, wir Deutschen  – gegen wen auch immer. Ist uns egal!  Und bei Thomas Müller platzt endlich, endlich der Knoten fürs Toreschiessen – und er schießt das Siegtor! Wetten!

An dieser Stelle möchte ich unbedingt eine Aussage von Thomas Müller aus dem Interview nach dem Italienspiel wieder geben.

Moderator: „Wollen Sie jetzt den Titel?“

Thomas Müller: „Auf gar keinen Fall. Unser Ziel war es immer im Halbfinale auszuscheiden!“

Auf eine doofe Frage, gibt es auch eine doofe Antwort.

Na ja, der hat aber auch den Schalk im Nacken, dieser Müller! Jedenfalls will ich nicht hoffen, dass er seine Aussage ernst gemeint hat.

Und was sagt der „beste Ehemann der Welt“ zum kommenden Fußballspiel? Er hält es mit dem französischen Philosophen Jean Paul Sartre:

„Ein Fußballspiel wird immer kompliziert durch die Anwesenheit einer gegnerischen Mannschaft.“

Nichtsdestotrotz ist der „beste Ehemann der Welt“ felsenfest davon überzeugt: wm-si-3Die deutsche Mannschaft gewinnt!  Und er muß es ja wissen, spielt er doch selber Fußball.

Und wenn Euch das Spiel überhaupt nicht interessiert, weil Ihr mit Fußball so gar nichts am Hut habt, könnt ihr ja die Fußballübertragungszeit nutzen und eine Fanpuppe stricken, so wie ich es getan habe.

Tschüss und toi, toi, toi Herz

Eure Anneliese

Wenn ihr noch etwas Lustiges sehen wollt, dann schaut mal hier.https://www.youtube.com/watch?v=mf72t9B_CEI

Das Video ist zwar schon älter, aber ich finde es nach wie vor witzig.

 

 

 

Die Schlümpfe sind los….


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Das wurde aber auch Zeit! Nach einer gefühlten Ewigkeit kann ich mich mal wieder zu Wort melden. Nach zwei Krankheiten und einem Todesfall können wir – der „beste Ehemann der Welt“ und ich – endlich wieder durchschnaufen. Die Renovierung ist abgeschlossen. Alles ist fertig! Böden, Wände, Türen und auch unsere Nerven. Fertig! 

Noch während des ganzen Gebrassels habe ich es (da es Himmelfahrt war) für angemessen gehalten, den „besten Ehemann der Welt“ einfach mal aus dem Tohuwabohu herauszuholen und in einen in der Nähe gelegenen Biergarten auf ein leckeres Essen und so ein, zwei Bierchen einzuladen. Na ja, zugegeben, das war nicht ganz uneigennützig von mir. Ich hatte definitiv keine Lust zu kochen. Außerdem war das Wetter super, die Sonne schien und es war herrlich warm. Also alles in Butter! 

  Super!So trabten wir beide gut gelaunt zur A 2 (so heißt bei uns der Wanderweg  in Richtung Rhein). Mit uns schien jedoch die gesamte Bevölkerung im Umkreis von 50 km kollektiv auf die gleiche Idee gekommen zu sein. Ihr werdet es nicht glauben, wie viele Menschen da unterwegs waren. Massenhaft Radfahrer überholten uns – mit Packtaschen beladen oder mit am Fahrrad angehängten Bollerwagen. Die waren genauso gut gelaunt und fröhlich wie wir. Das konnte ja heiter werden! Und das wurde es auch! Als wir, hungrig und durstig, den Biergarten erreichten, mussten wir uns einen leeren Platz regelrecht erkämpfen. Denn die Radler hatten – wen wundert’s – bereits 99% der Plätze in Beschlag genommen und waren gerade eifrig dabei, sich bis zum Eichstrich voll laufen zu lassen.

najaaaa   Einer von ihnen hatte es sich besonders gemütlich gemacht. Halb sitzend, halb liegend, die Beine weit von sich gestreckt, rief er lautstark: “ Eh, Leute! Ist das geil! Saufen und dabei braun werden! Gibt’s was Besseres?“ Und schwenkte dabei sein Weizenbierglas hoch über seinen Kopf, dass das Bier nur so spritzte. Und da fiel es uns wie Schuppen aus den Haaren. Na klar! Es war VATERTAG! Aber im Grunde genommen kümmerte uns das herzlich wenig – jedenfalls so lange nicht, bis die gesamte Meute mit steigendem Alkoholpegel anfing zu singen. Oder sollte ich besser sagen, zu grölen! Fangesänge!  (Warum meinen eigentlich alle Fussballfans, dass sie begnadete Sänger sind? Bei DSDS würde es keiner von denen bis ins Recall schaffen!) Ein jeder schmetterte ein anderes Lied. Ein heilloses Durchander!

„Zebrastreifen, weiß und blau, ein jeder weiß genau, das ist der MSV!“ „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“ „Schala lala la laa! BVB!“ und „Steht auf, wenn ihr Schalker seid!“ Eine einheitliche Fangesinnung war da auch nicht auszumachen! Diese Störung war mehr als unangenehm. Eine nette Konversation zu zweit? Denkt gar nicht erst daran! Ich war auf hundertachtzig oder noch mehr, das könnt ihr mir glauben! Gerade als ich meinem Unmut Luft machen und diesem gesamten Verein mal tüchtig meine Meinung sagen wollte, meinte der „beste Ehemann der Welt“, cool und gelassen wie immer, nur:“ Schatz, bleib locker! Lass‘ sie doch. Ist halt Vatertag! Sind eben alles Schlümpfe!“ Ich muss wohl sehr intelligent geschaut haben. „Schlümpfe? Wieso Schlümpfe?“ „Na ja, sind doch alle total blau!“

Kurze Zeit darauf – dem Herrgott sei Dank – radelte die Karawane, weiterhin lautstark singend, zur nächsten Bierstation weiter: „Jommer in en andere Kaschämm! Schämm!“

So wurde der Tag doch noch schön. Und das Beste daran! Als wir am späten Nachmittag wieder zu Hause waren, kramte ich erst einmal mein Strickzeug hervor und habe Schlümpfe gestrickt. Mein Dank gilt dem „besten Ehemann der Welt“ und den singenden Radfahrern, ohne die meine Schlümpfe gar nicht erst entstanden wären! 

 


Bis dann!

Adé  Eure Anneliese

 

 

 

 

Frohe Ostern!

Wollt ihr wissen, wie bei uns der Hase läuft?

 

So sollte er eigentlich laufen, schließlich ist Ostern der höchste Feiertag des Christentums. Doch bei uns läuft der Hase zur Zeit etwas anders. Eigentlich wollte ich es mir an den Feiertagen so richtig gemütlich machen. Stricken, häkeln, chillen und so weiter. Aber das fällt alles aus wegen „ist nicht“.

   saugen  Der Grund:  Renovierungswahn! Sehr zum Leidwesen des „besten Ehemannes der Welt“ werde ich einmal im Jahr von einem – leider ihn nicht ansteckenden – Virus befallen, dem Renovierungs-, Aufräum – und Entrümpelungsvirus. Und ausgerechnet jetzt, so kurz vor Ostern, hat es mich ganz, ganz fürchterlich erwischt. Nachts habe ich Schlafstörungen, weil ich vom Deckenstreichen träume. Tagsüber werden alle Schränke ausgeräumt und „Überflüssiges“ in blaue Müllsäcke befördert, obwohl ich tief in meinem Innern weiss, dass ich einige der entsorgten Dinge spätestens in 2 – 3 Monaten wie verrückt suchen werde. Dennoch kann ich mich diesem Wegwerf-Zwang einfach nicht entziehen. „Schatz, wo ist eigentlich mein neuer Trainingsanzug, den habe ich noch gar nicht ausgepackt?“ Der „beste Ehemann der Welt“ wühlt hektisch in seinem Kleiderschrank und reißt ein Teil nach dem anderen heraus. Oh je! Nur gut, dass sich die Müllsäcke noch in Reichweite (sprich: Keller) befinden. Klammheimlich fische ich den Anzug aus einem der Säcke und überreiche ihn meinem Mann. Dabei pfeife ich vor mich hin, so als wäre nichts passiert. „Habe ich von der Wäscheleine geholt! Neue Sachen soll man erst einmal durchwaschen, oder?“

Und was das Renovieren angeht!!! Die Bodenbeläge für sämtliche Räume, die nicht mit Fliesen ausgestattet sind, sind bereits geordert. Werden in 1-2 Tagen geliefert. Tapeten, Farben, Kleister, mehre Sorten Pinsel, Quasten  und alle sonst noch notwendigen Werkzeuge haben wir bereits gekauft. Sogar für neue Perlatoren für die Wasserhähne habe ich gesorgt. 50 Stück! Sie waren im Angebot! So viele Wasserhähne haben wir zwar nicht, aber der Preis war bei der Menge ein Schnäppchen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer im Baumarkt verschwinden jedes mal in irgendwelche Katakomben, wenn ich dort – täglich – aufschlage und mich fachmännisch beraten lasse. Ich höre sie innerlich aufstöhnen: „Nicht DIE schon wieder!!!“ Und jetzt hat es sich der gesamte eingekaufte Klimbim in meinem Wohnzimmer erst einmal so richtig gemütlich gemacht und wartet auf seinen Einsatz.

 kraaaank    Aber, aber, aber! Ausgerechnet jetzt ist der „beste Ehemann der Welt“, mein Handwerker vom Dienst,  einer echten Krankheit zum Opfer gefallen. Der Ärmste! Eine schwere Erkältung  hat ihn vorerst auf die Ersatzbank geschickt! Na ja, so ca. 3 Tapetenbahnen kriegt er – in seinen Fieber freien Minuten –  pro Tag noch an die Wand. Da läßt es sich ja leicht ausrechnen, wann wir bei einer 90 m² großen Wohnung in etwa fertig sind. Pfingsten vielleicht? Ihr seht, das Chaos ist bei uns absolut perfekt! Zum Eiersuchen wie geschaffen. Doch ICH wäre nicht ICH, wenn ich untätig darauf warten würde, bis der „beste Ehemann der Welt“ wieder genesen ist. Darum habe ich mir im Baumarkt 3 Dosen Lackfarbe in verschiedenen Grautönen – da war ich ein wenig unsicher – besorgt. Die Türzargen sollten ja auch noch gestrichen werden und zwar grau. Beherzt habe ich die erste Farbe aufgetragen. Viel zu dunkel! Die nächste probiert. Aha! Noch dunkler! Und die dritte Farbe, na ja, die war eher blau als grau. Warum sehen eigentlich die Farben auf den Dosenetiketten immer anders aus, als sie in Wirklichkeit sind?  Das Ende vom Lied,  die Türrahmen sind jetzt wieder weiß gestrichen!

So ihr Lieben! Nun muss ich aber Schluss machen. „Der beste Ehemann der Welt“ steht neben mir und möchte ausnahmsweise mal eine Tapetenbahn an die Wand kleben und dazu braucht er meine Hilfe. Wegen erkältungsbedingter Gelenkschmerzen.

Schöne Feiertage wünscht Euch

stricken  Eure Anneliese

Der grosse Puppenwaschtag!

Einen schönen, guten Morgen allerseits!

   Putzi  Heute, in aller Frühe, hat mich plötzlich der Aufräumwahn gepackt. Sind das bereits die ersten Frühlingsgefühle, die mich zum Frühjahrsputz ermuntern?  Ostern ist ja nicht mehr weit! Also frage ich den „besten Ehemann der Welt“,  ob er mir beim Großreinemachen helfen könne. Doch die Männer (Ausnahmen bestätigen die Regel)!!! Sie stellen sich einfach taub und hören weg. Nach der zweiten Aufforderung bekomme ich als Antwort nur: „Was du immer hast! Hier ist doch gar nichts schmutzig! Ich sehe keinen Staub und auch keinen Dreck!“ Toll, jetzt ist er nicht nur taub, sondern auch noch blind geworden. „Schatz, ich möchte eigentlich heute nur alle Puppen und Kuscheltiere reinigen. Die müssen nämlich auch mal gewaschen werden.  Alles andere mache ich dann morgen selber!“ Zu seiner Ehrenrettung muss ich sagen, hat mir der Gute tatsächlich sämtliches Spielzeug aus den Schränken, aus den Vitrinen, aus den Truhen, von den Regalen und sonstigen Ecken zusammen gesucht und das war schon eine Mammutaufgabe. Er hat sie vorsorglich in  11 Körbe (ich betone elf und in jedem Korb ca. 10 Puppen) gepackt und mir zum Reinigen hingestellt. Nur waschen muss ich sie halt selber. Da traut er sich nicht ran.

 :Badewanne: Die ersten Puppen schwimmen gerade in der Badewanne und machen ihr Seepferdchen. Ob alle diesen Waschtag überleben werden? Wir werden es ja sehen!  Allerdings hat Harry Potter schon seine Brille verloren. Diese ist jetzt defekt. Aber mit einem Zauberspruch: „Oculus reparo!“ werde ich sie wieder richten können.

Ich habe mal einen Korb fotografiert, um euch zu zeigen, wie mein Tag heute – arbeitstechnisch gesehen – verläuft. Also bitte, eine Runde Mitleid!

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Das ist Korb Nr. eins.

 

Und das ist der zweite Korb. Die Restlichen erspare ich mir und euch!

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Gelegentlich nehme ich mir mal die Zeit und schreibe die Anleitungen zu meinen selbst entwickelten Puppen. Die Anleitungen von anderen Anbietern darf ich natürlich nicht zur Verfügung stellen, aber ich kann euch den Link dazu nennen. 

Bis dann mal!

AdéEure Anneliese

Eigentlich hatte ich ja heute viel vor, jetzt habe ich morgen viel vor! (Spruch des Tages)

 

 

 

O’zapft is!

Seit gestern bin ich jetzt restlos verwirrt, doch eigentlich ist das ja mein Normalzustand. Seit der Publikation des sebstgestrickten Toilettenpapiers bekomme ich ständig Anfragen nach der Handarbeitsanleitung.

Also gut!

stricken      Man nehme, vorausgesetzt man hat 2 Hände zur Verfügung, 2 Stricknadeln. Ist aus irgendwelchen Gründen nur 1 Hand zu gebrauchen rate ich zur Häkelnadel. Zuerst kommt der Maschenanschlag, der je nach Garnstärke selbst zu errechnen ist. Einfacher Dreisatz und schon hat man’s auf der Kette. Die Breite richtet sich nach der Papprolle, die vom letzten Toilettenpapier übrig geblieben ist. Den Maschenanschlag brauche ich wohl nicht zu erklären. Jeder, der schon mal gestrickt hat, weiß wie das funktioniert. Nur beim italienischen Anschlag zählt man halt auch italienisch – une, due, tre, quattro, cinque und so weiter. Will man die Rolle häkeln beginnt man mit einem Luftmaschenanschlag, also ohne Garn nur mit Luft. Dann ist das Ganze auch schon geschafft. Nur geradeaus weiter arbeiten bis die gewünschte Länge erreicht ist. Dann wird das Werkstück an die Papprolle getackert und aufgerollt. Tipp! Ich persönlich benutze keinen Tacker sondern Klettband, das erleichtert das Abnehmen für die Wäsche. Wichtig ist es eine 2. Papprolle zur Hand zu haben, um die benutzten Enden aufzuwickeln. Fertig!

So viel zu meinem letzten Blog.

Ich habe Euch aber Romeo und Julia versprochen.

Und….. hier sind die beiden

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Nach mehr als 400 Jahren sind sie endlich in Liebe hearts  und mit Paketschnur verbunden, damit sie beim Fotoshooting nicht  vor Aufregung umfallen. Das ist jetzt der Moment, wo Ihr sagen müßt: „Sind die süß, die sind echt ganz toll geworden.“  Eine Bekannte meinte zwar, dass die beiden gar nicht so aussähen, wie sie sich  Romeo und Julia vorgestellt hätte.  Sepp, der bayrische Bub und Marie, das herzige Madel, ja das wäre schon eher passend. O.k., dann kommen die beiden eben aus Bayern. Und zum Oktoberfest waren sie dann auch zünftig „auf der Wies’n“. Was dabei herauskam?

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Unglaublich!

Romeo und Julia sind in meiner Geschichte also am Schluß nicht tot. Sturzbesoffen sind die Beiden. Prosit

Servus und pfüati Gott!

Eure Strickliese