Archiv | Februar 2016

Der grosse Puppenwaschtag!

Einen schönen, guten Morgen allerseits!

   Putzi  Heute, in aller Frühe, hat mich plötzlich der Aufräumwahn gepackt. Sind das bereits die ersten Frühlingsgefühle, die mich zum Frühjahrsputz ermuntern?  Ostern ist ja nicht mehr weit! Also frage ich den „besten Ehemann der Welt“,  ob er mir beim Großreinemachen helfen könne. Doch die Männer (Ausnahmen bestätigen die Regel)!!! Sie stellen sich einfach taub und hören weg. Nach der zweiten Aufforderung bekomme ich als Antwort nur: „Was du immer hast! Hier ist doch gar nichts schmutzig! Ich sehe keinen Staub und auch keinen Dreck!“ Toll, jetzt ist er nicht nur taub, sondern auch noch blind geworden. „Schatz, ich möchte eigentlich heute nur alle Puppen und Kuscheltiere reinigen. Die müssen nämlich auch mal gewaschen werden.  Alles andere mache ich dann morgen selber!“ Zu seiner Ehrenrettung muss ich sagen, hat mir der Gute tatsächlich sämtliches Spielzeug aus den Schränken, aus den Vitrinen, aus den Truhen, von den Regalen und sonstigen Ecken zusammen gesucht und das war schon eine Mammutaufgabe. Er hat sie vorsorglich in  11 Körbe (ich betone elf und in jedem Korb ca. 10 Puppen) gepackt und mir zum Reinigen hingestellt. Nur waschen muss ich sie halt selber. Da traut er sich nicht ran.

 :Badewanne: Die ersten Puppen schwimmen gerade in der Badewanne und machen ihr Seepferdchen. Ob alle diesen Waschtag überleben werden? Wir werden es ja sehen!  Allerdings hat Harry Potter schon seine Brille verloren. Diese ist jetzt defekt. Aber mit einem Zauberspruch: „Oculus reparo!“ werde ich sie wieder richten können.

Ich habe mal einen Korb fotografiert, um euch zu zeigen, wie mein Tag heute – arbeitstechnisch gesehen – verläuft. Also bitte, eine Runde Mitleid!

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Das ist Korb Nr. eins.

 

Und das ist der zweite Korb. Die Restlichen erspare ich mir und euch!

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Gelegentlich nehme ich mir mal die Zeit und schreibe die Anleitungen zu meinen selbst entwickelten Puppen. Die Anleitungen von anderen Anbietern darf ich natürlich nicht zur Verfügung stellen, aber ich kann euch den Link dazu nennen. 

Bis dann mal!

AdéEure Anneliese

Eigentlich hatte ich ja heute viel vor, jetzt habe ich morgen viel vor! (Spruch des Tages)

 

 

 

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Fettnäpfchen

Hallo, meine Lieben!

ich glaube, ihr wisst alle was ein Fettnäpfchen ist! Und ich, ja ich, gehöre zu denjenigen, die alle nasenlang in einem dieser unbequemen Näpfchen landet. Der „beste Ehemann der Welt“ behauptet sogar, dass mein zweiter Wohnsitz das Fettnäpfchen ist. Das krasseste Beispiel dazu ist mir vor einigen Tagen passiert. Und das kam so.

  Um die Mittagszeit war ich mal schnell zum Einkaufen in die Stadt gegangen. Da traf ich – plötzlich und unerwartet – eine frühere Freundin aus meiner meiner Sturm- und Drangzeit. Lang, lang ist’s her, dass wir uns das letzte Mal gesehen hatten; grob geschätzt mehr als 30 Jahre, und zwar auf einer dieser Neuen-Deutschen-Welle-Feten. Und Uschi, ja die war damals ein echt heißes Modell, also so ziemlich das genaue Gegenteil von mir. Ich habe mich wirklich gefreut, sie nach sooo langer Zeit wieder zu sehen. Erstaunlicherweise hatte ich sie sofort erkannt, obwohl ich normalerweise ein sehr schlechtes Menschengedächtnis habe! Früher hatten wir viel miteinander unternommen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann haben wir zusammen Fussballspiele angeschaut, Parties geschmissen und sogar spasseshalber noch einmal die Tanzschule besucht. War schon der Wahnsinn! Aber sehr schön! Ich glaube, Uschi war auch ganz angetan, mich zu sehen. Jedenfalls: Umarmung! Küsschen links, Küsschen rechts, Küsschen wieder links. Wie der Bruderkuss von Michail Gorbatschow und Erich Honecker zum 40. Staatsjubiläum der DDR. Doch dann:  Enttäuschung pur. Völlig emotionslos leierte sie die üblichen Begrüßungsfloskeln herunter. „Wie geht es dir? Was machst du noch so?  Du siehst aber gut aus!“ Antwort meinerseits: „Ja, alles bestens, Mir geht’s gut. Läuft!“ (Ich kann auch Floskeln).  Und ehrlich wie immer bemerkte ich: „Aber DU siehst gar nicht gut aus! Bist du etwa krank? Sooo abgemagert!“  (Au weia, da war es wieder, mein Fettnäpfchen) Die Kälte, die jetzt aufkam, war körperlich spürbar. Uschis Erwiederung, sehr spitz und eine Tonlage höher: „Ich bin defintiv NICHT krank, eher das Gegenteil! Ich treibe viel Sport   für meine Figur (das ist keine Figur, das ist ein Knochengestell). Schwimmen und Joggen täglich und einmal die Woche ins Fitnessstudio!“  „Oh, sorry!“ Ich musste unbedingt vom Thema ablenken, sonst würde das hier peinlich. „Wie geht es Rudi? Grüß‘ ihn mal schön von uns!“(Rudi war immer ein besonders lustiger und charmanter Typ, den wir sehr mochten!) „Rudi und ich sind seit 12 Jahren geschieden!“ Ja, wundert mich das? „Ich habe seit einiger Zeit einen neuen Lebensabschnittgefährten (welch‘ ein Wort, kann sie nicht einfach Freund oder Lover sagen?) Da drüben steht er, an dem Schaufenster. Er schaut sich die Modelleisenbahnen an!“ Neugierig beäugte ich diesen neuen Mann in Uschis Leben.„Na, hör‘ mal, Uschi! Ist der nicht ein bisschen zu jung für dich?“ Der ist doch mindestens 10 Jahre jünger!“ (Oops, wieder winkte mir das Fettnäpfchen freundlich zu. Kann ich nicht einfach erst denken und dann reden? Nein, kann ich nicht.) „Also, meine liebe Anne, zu deiner Information, Norbert ist exakt 1 Jahr und 3 Monate älter als ich.“ Ich musste mir etwas Aufmunterndes einfallen lassen, denn die Stimmung näherte sich gefährlich dem Gefrierpunkt.  Hinterherzieh      Wild entschlossen hakte ich Uschi unter und zog sie in Richtung der gegenüber liegenden Eisdiele. „Wir beide ziehen uns jetzt einen fetten Eisbecher rein und quatschen über alte Zeiten!“ Dieser Tag war offensichtlich nicht der Tag zum Lottospielen, denn Uschi konterte sofort: „Keine Chance, Anne! Ich ernähre mich seit einiger Zeit nur ayurvedisch. Süßes verboten!!!“ (Zum Verständnis: Uschi war füher Köchin – eine sehr gute sogar – in einem Restaurant. Und dem Essen war sie nie abgeneigt!) Ich lasse nicht locker: „Na gut, dann spendiere ich dir eben einen Kaffee oder Capucchino plus einen Asbach! Komm‘ schon!“ Wieder eine Absage: „Auch das nicht. Coffein, Nikotin, Alkohol, alles das ist doch total ungesund. Kommt für mich nicht in Frage!“ Aha, Uschi ist also vom Saulus zum Paulus mutiert! Früher war keine Flasche mit alkoholischem Inhalt vor ihr sicher. Und gequalmt haben wir doch alle wie die Schornsteine! Wiederum versuche ich einen Themawechsel. Ich werde die Uschi doch wohl noch aus dem Quark kriegen!!! „Kochst du noch im „Alten Ochsen? Dann kommen wir mal zum Essen bei dir vorbei. Ich fänd’s super!“ Eigentlich hatte ich das nur gesagt, um überhaupt was zu sagen, ohne gleich wieder den Griff ins Klo zu tun. Uschis Antwort darauf hatte mich dann aber komplett umgehauen: „Norbert (also der neue Lover!) und ich haben eine Umschulung gemacht. Wir unterrichten jetzt Yoga, Qui-Gong, Meditation und Autogenes Training. Wir beraten bei Eheproblemen und machen Familienaufstellungen. Wenn ihr möchtet, im Kundalini-Yoga-Kurs sind noch Plätze frei. Könntet ihr gern mal – unverbindlich natürlich – reinschnuppern.“ Nee, Uschi, eher nicht!!! Ich sagte das jetzt nicht laut, sondern statt dessen: „Wenn ihr Lust habt, könnt ihr – also du und Norbert – auch mal bei uns vorbei kommen. Trinken wir eine schöne Tasse grünen Tee zusammen. Ich backe einen ayurvedischen Ingwerkuchen und schauen dann gemeinsam Bibel TV im Fernsehen!“ (Das letzte Fettnäpfchen, aber das mit Absicht!)

Spätestens jetzt hatte Uschi gemerkt, dass die Chemie zwischen uns nicht, aber auch gar nicht mehr stimmt. Und das war das Ende einer anfangs so hoffnungsvollen Begegnung!“

 „Schatz, ich habe Uschi getroffen!“ Der „beste Ehemann der Welt“ guckt mich verständnislos an: „Welche Uschi?“ „Ach, weisst du nicht mehr. Die Frau vom Rudi!“ Mein Ehemann schmunzelnd: „Ja, ich weiss! Das war ja mal ein heißer Feger!“ Ich: „Ja, Schatz, WAR, das ist der richtige Ausdruck! Sie hat uns zu einem kostenlosen Kundalini-Yoga Kurs eingeladen!“

Ungläubiges Kopfschütteln vom „besten Ehemann der Welt“ bevor er den Rückzug an seinen Computer antritt, dabei vor sich hinmurmelnd: „Ein Kamasutra-Kurs wäre mir lieber!“

Und ich, was mache ich jetzt? Ich stricke mal wieder. Einen Teddy zum Knuddeln, den brauche ich jetzt!

Tschüss

Eure Anneliese Taaaaaaaank

(Anmerkung der Autorin: Bei der obigen Handlung handelt es sich um eine frei erfundene Geschichte. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen wäre rein zufällig!)

 

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Die Anleitung zu diesem Thema stammt von zuHausewohnen.

http://www.zuhausewohnen.de/downloads/strickanleitungen/download/teddy-grossfuss-aus-feiner-merinowolle

Winterzeit ist Kuschelzeit!

 

 

 

Gehäkeltes Blumenkissen

Gehäkeltes Blumenkissen

 

Ja, meine Lieben, gibt es etwas Schöneres in der dunklen Jahreszeit, wenn es draußen so richtig ungemütlich, regnerisch, schmuddelig oder knackig kalt ist, als sich gemütlich auf dem Sofa zu lümmeln und die Seele baumeln zu lassen? Dazu ein aromatisches Heißgetränk, nach winterlichen Gewürzen duftend, auf dem Beistelltisch zwischen Schokolade und Keksen geparkt. Im TV läuft eine Krimiserie – ja, nicht gerade meine Lieblingsserie – aber immerhin Wilsberg. Zum Chillen reicht der gerade so la la.

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Gut, aber was passiert, wenn der „beste Ehemann der Welt“ ein komplettes Sky-Abonnement sein eigen nennt und nur ein Fernsehgerät in der Wohnung zu finden ist? Das ist ganz gefährlich! Ehrlich!

Aber im Moment sitzt dieser „beste Ehemann der Welt“ wie immer – Gott sei Dank! – vor seinem PC im Arbeitszimmer (eigentlich im Schlafzimmer, aber nur vorübergehend). Und da sitzt er schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Ich hoffe, er ist noch nicht am Stuhl angewachsen oder inzwischen verstorben. Einmal nachschauen, okay, alles bestens! Jetzt kann ich in aller Ruhe „Wilsberg und Ekki Talkötter“ geniessen! Super!

Aber! Aber! Aber! Es ist hart, denn manchmal schlägt das Schicksal unerbittlich zu. Und zwar dieses Mal in Form meiner Spülmaschine „Minna“. Diese hat gerade das dreckige Geschirr geschafft und piepst nun unaufhörlich vor sich hin, weil sie ausgeräumt werden möchte. Piep, piep, piep, piep…. das Ganze natürlich viel, viel lauter und schriller.

„Gib‘ endlich Ruhe, du blödes Ding!“ fluche ich innerlich. Das Ding scheint auf Telepathie nicht zu reagieren und pfeift weiterhin fröhlich vor sich hin, und – wie ich meine – noch lauter als vorher, nur um mich zu ärgern. Tja, da hilft tatsächlich nur eines: Aufstehen und die Minna ausschalten! Ist eigentlich nur eine Aktion von ca. 1 Minute Dauer.

Aber jetzt kommt’s! Ich habe meinen Chillplatz auf dem Sofa noch nicht wieder erreicht, da sehe ich schon (und höre es auch) wie sich Manuel Neuer und seine anderen Bayernstrategen mit dem Verein für Leibesübungen Bochum um den DFB-Pokal streiten. Und zwar auf meinem Wilsberg-Bildschirm, das ist doch nicht zu fassen! Ich war wirklich nur eine klitzekleine Sekunde in der Küche!

„Schatz, ich dachte, du wolltest nicht mehr gucken. Du warst auf einmal verschwunden, ich habe dich die ganze Zeit schon gesucht.“ (Ist der Weg zu meiner Küche etwa das Bermuda-Dreieck?) „Und außerdem kennst Du den Film doch schon…oder? Wann komme ich schon mal dazu, ein Fußballspiel zu sehen!“  

Ach ja, was soll das denn jetzt?

„Also, mein entzückendes Lockenköpfchen!“ (mein Mann hat ab Stirn aufwärts mittlerweile, na, wie soll ich das sagen, mehr Kopfhaut als Skalp). „Du ziehst Dir generell die erste Bundesliga, die zweite Bundesliga, die Champions League, den DFB-Pokal, den Was- weiß-ich-für-Pokal, die englische Premier League, die italienische und spanische Liga  und sogar die türkische Süper Lig rein. Und auch die Fernsehübertragungen von Menschen, die auf irgend einem Acker auf diesem Planeten hinter einem Ball her rennen!“

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Man merkt, ich bin nicht sonderlich erfreut über diese Störung in meiner Wohlfühlphase. Aber zur Diskussion fehlt mir jetzt einfach die Motivation. Schön und gut, mache ich das Beste aus der Situation. Das heißt: Ich entspanne mich nicht nur mit meinem Heißgetränk, sondern auch mit meinen heißgeliebten Handarbeiten. Und da ja – wie gesagt- Kuschelzeit ist werde ich mir kuschelige Wohlfühlkissen häkeln. Gesagt, getan! Wollkorb auf und die Häkelnadel auf Betriebstemperatur gebracht. Und während ich vertieft und Maschen zählend vor mich hin häkele, stelle ich fest, dass mein Mann sich – trotz Fußball – wieder an seinen PC verzogen hat. Dieser Schurke!

PC-Junkie

Zum Umschalten auf den Krimi ist es jetzt eh‘ zu spät. Nur Anfang und  Ende eines Film zu schauen, das ist definitiv nichts für mich! Darum mache ich es mir mit Marcel Reif, dem Sportmoderator und der anschließenden Sportanalyse gemütlich und häkele mein Kissen weiter. Es ist nahezu fertig, als die Bayern mit einem 0:3 Sieg vom Platz gehen.

Und die Moral von der Geschichte: Manchmal hat es auch etwas Gutes, so einen (Fußball-)verrückten „besten Ehemann der Welt“ zu Hause zu haben.bravo

Tschüss!Adé

Eure Anneliese

Ich habe von den Kuschelkissen mal ein paar Bilder mitgebracht. Und wie man diese Dinger macht steht im Anleitungsteil. Für das Kissen aus Granny Squares muss ich die Anleitung noch schreiben. Kommt aber!